TOBIAS REGNER: „…der erste Song, von dem klar war, dass er auf die Platte muss, war ‚Foto‘ „

Veröffentlicht am 29 Jul ,2013 | von Stephie Rupprecht

TOBIAS REGNER: „…der erste Song, von dem klar war, dass er auf die Platte muss, war ‚Foto‘ „

Stephie (Chocolate Music):
Nach Stau und Geschwindigkeitsbegrenzung – Herzlich willkommen nun endlich in München!

Tobias Regner:
Dankeschön!

Stephie:
Wie geht es Dir?

Tobias:
Ein bisschen platt!

Stephie:
Nur von der Autofahrt?

Tobias:
Ja, nur von der Autofahrt!
Mmh, nee ich hab gestern eigentlich keine Party gemacht. Nee, nicht das ich wüsste. Aber ich bin die letzten Tage nur auf der Autobahn unterwegs. Ich bin an einem Tag in zwei oder drei Städten, das ist schon ein bisschen viel.
Aber jetzt geht es wieder.

Stephie:
Das heißt in den letzten Tagen läuft einfach ganz viel Promo für Dein neues Album?!?

Tobias:
Genau. Das Album ist ja letzten Freitag rausgekommen und wir nutzen jetzt die Zeit direkt danach, um möglichst viel Werbung zu machen. Ich will einfach nicht, dass dieses Album irgendwie verpufft. Ich möchte einfach, dass so viele Leute wie möglich, ganz egal wie, mitkriegen, dass dieses Album jetzt da ist. Die sollen es jedenfalls mitkriegen. Ob ich es ihnen dann noch schmackhaft machen kann, ist dann eine andere Sache.

Bei mir ist es ja immer so, dass ich mir relativ viel Zeit lasse, bis ein neues Album kommt bzw. ich lasse mir die Zeit nicht absichtlich, sondern ich brauche einfach so lange.
Ich bin so langsam.
Und ich hoffe einfach mal, dass es deswegen umso mehr Leute gibt, die schon sehnlichst darauf warten, dass das Album kommt.

Stephie:
Da gibt es sicherlich Einige…

Tobias:
Ja, wir werden sehen. Ich habe jetzt noch keine Verkaufszahlen. Aber Ende des Monats bekommen wir die erste Abrechung und dann schauen wir mal.

Stephie:
Ist da die Spannung da und wartet man nun gezielt darauf?

Tobias:
Irgendwie schon. Es ist schon spannend. Aber ich habe jetzt keine besondere Erwartungshaltung, weil sonst wird es am Ende eh nur eine Enttäuschung.
Ich habe gelernt mehrgleisig zu fahren.

Ich mache nicht nur dieses Regner-Dings. Sondern ich habe zuhause auch meine Metallic-Coverband, meine Unplugged-Coverband für Hochzeiten und Geburtstagsfeiern, wo man mit Kumpels einfach Musik macht und bisserl Geld bei rum kommt.
Also falls mir das Musikmachen irgendwann keinen Spaß mehr machen sollte, kann ich mich auf so etwas immer stützen.

Weil ich halt vor drei Jahren so eine Phase gehabt habe, nachdem ich mich jahrelang nur darauf konzentriert habe, dass der Regner wieder in die Charts kommt.
Da hat es mir dann irgendwann auch keinen Spaß mehr gemacht. Dann habe ich wieder angefangen mit alten Kumpels etwas zu machen. Ganz ungezwungen. Da war ich dann wieder der Tobi Regner, der Musiker, der er vor DSDS war.

Stephie:
Ja, das ist dann schon wieder etwas ganz anderes…

Tobias:
Ja schon. Aber eigentlich sollte es nichts anders sein. Eigentlich sollte ich an dem Regner-Projekt genauso viel Spaß haben wie an allen anderen Sachen. Habe ich jetzt mittlerweile auch wieder, weil jetzt musiziere ich mit Kumpels zusammen. Ich habe jetzt keine Mietmusiker mehr in der Band, sondern die Regner-Band ist genau die gleiche Besetzung wie die Metallic-Coverband.

Das sind lauter Kumpels von mir und mein Bruder am Schlagzeug. Da kann man dann ganz entspannt an die Sache rangehen. Da hat man auch nicht so das Gefühl „Ich bin jetzt der Chef und habe für alles die Verantwortung und muss alles planen“.

Also Planen muss ich schon auch alles, aber es ist einfach eine viel entspanntere Atmosphäre. Weil ich auch weiß, dass die Jungs Bock drauf haben und Spaß dabei haben. Da kann ich auch sicher sein, dass sie es eben nicht nur wegen dem Geld machen.

Stephie:
Wagen wir einen Schritt in die Vergangenheit. Du hast schon von Klein auf Musik gemacht. Gab es einen Moment, in dem Du beschlossen hast, die Musik zu Deinem Beruf zu machen? Und eben nicht Polizist oder Feuerwehrmann zu werden?

Tobias:
Ich glaube diesen Moment gab es erst relativ spät.
Ich glaube, dass hat sogar mein Vater gesagt. Also das ich schon fast die Verpflichtung habe, Musik zu machen. Bei dem unglaublichen Talent, das ich doch habe…angeblich.

Ja, und dann hab ich mir irgendwann gedacht „Ja, stimmt. Sonst kann ich ja eh nix. Außer vielleicht bisserl Grafik“.

Also für mein Artwork reicht das Grafik-Können schon, aber ob ich jetzt als Grafiker vom Arbeitstempo her überleben könnte, weiß ich auch nicht. Wie gesagt, ich bin ziemlich langsam.
Ja, also habe ich mir halt gedacht, dann mache ich eben Musiker.
Da gibt es ja auch verschiedene Bereiche.

Ich mache jetzt auch seit drei Jahren einen berufsbegleitenden Gitarrenlehrgang, wo man zum Gitarrenlehre ausgebildet wird. An der Bundesakademie in der Nähe von Stuttgart.
Das kann man ganz cool machen, weil  man da sechsmal hinfährt für eine Woche. Die ganze Woche lang Gitarre paukt, wie ein Irrer. Auch Gitarrenensemble leitet.

Man lernt auch ganz viel Methodik und Didaktik.

Du wirst also wirklich zum Lehrer ausgebildet. Danach fährst du wieder heim, hast deine Hausaufgaben und kannst die erledigen und fährst dann wieder. Wir haben jetzt auch im Dezember Abschlussprüfung.

Und warum erzähle ich das jetzt alles?!? Ja, dass man nebenbei eben auch Gitarre unterrichten kann. Und damit ein bisserl Geld verdienen kann.
Momentan läppert sich alles ein bisserl zusammen. Weil wenn ich jetzt nur von dem Regner-Ding leben würde, das würde nicht ganz funktionieren.

Stephie:
Du hast gerade gesagt, der Moment kam eher später. Was war so Dein Kindheitstraum, was Du später mal werden möchtest?

Tobias:
Gute Frage…was hätte ich denn gerne gemacht…ich muss sagen, ich habe mir als Kind nie Gedanken darüber gemacht. Ich fand es halt schon immer cool, Musik zu machen.

Stephie:
Ein Schritt weiter. DSDS war sicherlich ein Sprungbrett für Dich. Das Format der Castingshow ist aber bis heute immer wieder umstritten.
Wie standest Du damals dazu und wie stehst Du heute dazu?

Tobias:
Damals habe ich es natürlich cool gefunden, weil ich selber dabei war.
Trotzdem habe ich dieses ganze Format teilweise schon ein bisserl lächerlich gefunden, weil schon damals der Unterhaltungsfaktor nicht bloß die Musik war, sondern eben auch die privaten Storys eines jeden Kandidaten.

Schon damals war DSDS eine Unterhaltungssendung, die den Zuschauer nicht nur mit Musik unterhalt will, sondern auch mit privaten Geschichten.
Skandalstorys ist jetzt das aller krasseste.
Das hat mich damals schon ziemlich genervt, weil ich mit der Einstellung hingegangen bin, dass ich mich mit meiner Musik präsentiere will.

Es ist ein Gesangscasting, so wurde es jedenfalls verkauft am Anfang. So habe ich es bis zum Schluss auch durchgezogen.
Wenn die sagen, es ist ein Gesangscasting, dann bleibe ich auch beim Gesang und gebe denen auch nur meinen Gesang! Ich habe immer mehr und mehr gemerkt, was die eigentlich von mir haben wollen. Die wollen mich ganz und gar, mit Haut und Haaren. Mit allen Storys die ich ihnen bieten kann.

Gut, Erstens habe ich keine aufregende Skandal-Story zu liefern gehabt.
Der Junge vom Land, kein Dreck am Stecken. Keine Drogenvergangenheit.
Ist ja langweilig.

Zum Zweiten wollte ich denen auch gar nichts erzählen über private Sachen von mir. Freundin und keine Ahnung was die Leute noch alles interessiert.

Das hat mich schon sehr genervt. Ich habe mir halt nicht vorstellen können, wie man sich als Musiker ernstzunehmend präsentieren kann, wenn man nur durch so ein Zeug in Erscheinung tritt.

Das habe ich dann damals schon so gehandhabt und habe es bis heute durchgezogen.

Castingshows haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung. Sonst würde ich jetzt hier nicht sitzen und könnte mit Dir das Interview machen.
Und sie funktionieren auch wunderbar. Es gibt Leute, die das gucken und das interessant finden. Ich habe ja auch die Staffeln danach angeguckt und finde es ja auch spannend.
Bloß, als Produktionsweg von Künstlern die sich wirklich dauerhaft im Geschäft halten, ist das Konzept ungeeignet. Weil, wenn es bei DSDS jedes Jahr eine neue Staffel gibt, dann ist klar, dass die Fans erst den einen Gewinner abgefeiert haben und dann schon bei der nächsten Staffel sind. Dann gehört der letzte Gewinner zum alten Eisen. Das beinhaltet ja schon das Konzept.
Von daher muss man genau wissen, worauf man sich einlässt.
Und speziell DSDS hat sich immer mehr in eine reine Unterhaltungssendung entwickelt. Der gesangliche Unterhaltungsfaktor, die musikalische Leistung hat halt immer mehr abgenommen.
Aber solange genug Leute einschalten und sich das anschauen. Gönne ich es ihnen total.

Es muss, naja es muss eigentlich noch nicht einmal mehr Aufklärung getrieben werden, denn es heißt immer, die Kandidaten wissen auf was sie sich da einlassen.
Aber können sie ja nicht. Das kann man ja erst wissen, wenn man das Ganze durchlaufen hat. Sonst kann man einfach nicht wissen, was einen da erwartet. Mittlerweile sind aber schon so viele DSDS-Gewinner ins Land gegangen und alle müssen kämpfen.
Jeder verschwindet wieder in der „Versenkung“. Also es macht natürlich Jeder weiter, aber so deutschlandweit bekommt man nichts mehr davon mit.

Eigentlich muss es mittlerweile Jeder schon mitbekommen haben, dass das Ganze jedenfalls für eine langfristige Karriere kein gutes Sprungbrett ist.

Stephie:
Bereust du die Entscheidung für Dich? Bereust Du dort mitgemacht zu haben?

Tobias:
Nein, mittlerweile nicht mehr. Sonst müsste ich es ja bis auf Ewig bereuen. Aber ich habe es zeitweise mal bereut. Ich habe es echt verflucht, weil ich halt einfach ganz woanders stattfinden will, als in diesem typischen RTL-Zuschauer-Kreis. Das wollte ich von Anfang an. Ich habe gewonnen und gedacht, so jetzt habe ich den Bekanntheitsgrad und kann machen was ich will. Die Leute werden es automatisch lieben.
Haben sie aber nicht!

Die Sony hat mich damals beauftragt, ich solle doch ein Album schreiben. Auf Deutsch. Deutschsprachiger Rock à la Nickelback. Das gibt es noch nicht. Das habe ich gemacht und habe es ihnen im Frühjahr 2007 präsentiert. Das war dann eh schon ein Jahr nach meinem Sieg. Die haben dann gesagt, „Ja, gutes Album. Sehr geil. Aber bevor wir das veröffentlichen, spiel doch den ganzen Sommer noch deine Gigs und dann schauen wir mal, wie die Besucherzahlen so sind. Dann entscheiden wir“.

Dann habe ich da einfach übelsten Hardrock geschrieben, ich Depp. Das war richtig harter Metal mit deutschen Texten. Und damit natürlich die Stadtplätze leer gespielt. Die Leute haben eigentlich erwartet, ich spiele „I still burn“ und den Schmuserock. Da war das natürlich viel zu hart. Das war mein Fehler.
Ich habe mir auch von niemandem helfen lassen. Hab alles selber gemacht vor lauter Ehrgeiz.
Dann hat die Plattenfirma den Deal auch nicht verlängert. Dann stand ich da, frei wie ein Vogel.

Stephie:
Aber es war vielleicht auch ganz gut, dass Du dann frei dastandest, oder?

Tobias:
Man weiß es nicht. Keine Ahnung. Wenn ich mir jetzt Hilfe geholt hätte von professionellen Songwritern. Die hätten mir dann schon etwas auf den Laib geschneidert. Dann hätte es die Sony vielleicht auch weiterhin gemacht. Die hätten dann vielleicht noch ein Album mit mir gemacht. Wenn das dann gefloppt wäre, hätten sie mich halt dann rausgeschmissen.

Aber ich wollte das selber machen. Ich wollte auf Biegen und Brechen meinen eigenen Stil kreieren. Aber das war damals noch nicht die Zeit, die war nicht reif dafür.
Vielleicht wäre ich jetzt erfolgreicher, wenn ich mich damals gleich mal angepasst hätte. Aber das wollte ich einfach nicht.

Die Leute haben eben bei DSDS den Schmuse-Regner kennengelernt, der sich bis zu einem gewissen Grad auch angepasst hat. Aber ich hätte in der Show lieber etwas Härteres gemacht. Und dann wollte ich mich nicht noch einmal in eine Rolle reindrücken lassen.
Ich hätte schon Angebote bekommen von Produzenten. Manche Leute haben mitbekommen, dass ich keinen Deal mehr habe und wollten zum Beispiel aus mir den neuen Peter Maffay machen. Weil da nämlich nichts nachkommt, da brauchen wir einen Nachfolger. Die hätten dann en fertiges Konzept für mich gehabt, wo ich  nur wieder die Marionette gewesen wäre. Das wollte ich nicht.

Jetzt habe ich den harten Weg gewählt…

Stephie:
Hast Du noch Kontakt zu anderen Teilnehmern? Sei es aus Deiner oder einer anderen Staffel?

Tobias:
Die Telefonnummern von Mike Leon Grosch, Anna-Maria Zimmermann und von Nevio. Und von Didi Knoblauch. Hab ich alle noch.
Ich glaube ich habe sogar noch die Nummer von Shary. Das war eine aus der Top 20. Die ist leider viel zu früh ausgeschieden.

Aber ich habe zu keinem mehr so wirklich Kontakt.

Mit Nevio habe ich im April mal gesimst, weil ich auf einer Charityveranstaltung war, wo er hätte auch sein sollen. Er hat aber irgendwie abgesagt. Dann habe ich ihm einfach geschrieben und ausprobiert, ob die Nummer noch geht:

„Hey Prost. Servus. Wie geht’s. Schöne Grüße Tobi!“
Dann hat er nur zurückgeschrieben „Welcher Tobi bist Du? Ich habe so viele Tobi’s im Telefonbuch!“
„Hey ich bin Dein alter DSDS-Kopane…wie geht es Dir?“
Er ist jetzt in Berlin, hat dort sein Studio und arbeitet wohl auch ganz fleißig.

Mit Mike habe ich eigentlich noch am meisten Kontakt seitdem. Mit ihm habe ich mich ab und an mal getroffen, als ich noch in Köln gewohnt habe ein Jahr lang. Da waren wir öfters mal auf ein Kölsch. Aber irgendwie ist das dann auch eingeschlafen.

Naja, es geht Jeder seine Wege…

Stephie:
Mit „I still burn“ hat damals alles englisch begonnen, mittlerweile gibt es deutsche Texte.
Ist es einfacher für Dich, deutsche Texte zu singen oder wie kam es, dass Du Dich für die deutsche Sprache entschieden hast?

Tobias:
Da gibt es mehrere Gründe.

Am Anfang habe ich mir einfach schwer getan, dass das deutsche auch wirklich cool klingt aus meinem Mund. Weil wenn du dir zum Beispiel einen Text als Radiosprecher aufschreiben musst, damit du ihn einigermaßen flüssig rüber bringst, dann hört man es ja, dass es abgelesen ist. Also im Gegensatz dazu, wenn du es frei sprichst.
Bei mir klang es am Anfang auch immer so ein bisserl abgelesen. Die Silben einfach zu klar ausartikuliert. Mittlerweile klingt es halt so wie das gesprochene deutsch, dass ich auch spreche. Die Endungssilbern verschluckt.
Das habe ich mir mittlerweile angeeignet und es hört sich ganz gut an. Ich muss mich nicht mehr darauf konzentrieren, dass es cool klingt.
Das war halt eine Herausforderung für mich. Der deutschen Sprache aus meinem Mund dieses rockige Feeling zu verleihen. Das man auch auf Lagerfeuergitarren Rock draufbasteln kann.
Deutsch habe ich in dem Zusammenhang immer nur gekannt mit Silbermond. Popmusik. Die aber eigentlich auch rocken. Ich war neulich auf einem Konzert. Die rocken wie Sau. Aber im Radio hörst Du halt immer nur die Balladen. Da jammern sie selbst auch drüber.
Da rede ich auch immer mit dem Johannes drüber, wenn ich ihn treffe.
Also er jammert, dass die Radios nur die Balladen spielen – wurscht.

Auf jeden Fall, Silbermond – deutsch. Dann gibt es diese Nische mit Rammstein – deutsch. Da passt das auch ziemlich gut drauf, weil das so abgehackt Gitarrenriffting ist. Deutsch ist ja eine statische Sprache.

Aber Nickelback auf Deutsch, das war für mich eine Herausforderung. Dem einen coolen Fluss zu verleihen.

Außerdem, wenn du auf Deutsch schreibst, braucht der Zuhörer im Kopf nicht erst zu übersetzen, was das eigentlich heißt. Sondern das trifft ihn unmittelbar im Herz oder auch nicht. Aber es gibt keine Latenz, also keine Verzögerung. Wenn er das versteht, wenn es ihn berührt, dann berührt es ihn sofort.
Es macht sich ja auch sonst keiner die Mühe, die Texte zu übersetzen. Also wenn es ein schwieriges Englisch ist. Daher ist das auch noch mal ein Vorteil.

Und ich werd nicht mehr verglichen mit James Hetfield oder Chad Kroeger von Nickelback. Weil ich eben nicht mehr englisch singe. Sondern das klingt jetzt einfach wie Tobias Regner auf Deutsch.
Gut vom Stil her, hört man vielleicht doch hin und wieder mal den Vergleich mit Revolverheld oder Christina Stürmer. Da habe ich auch schon einmal einen Vergleich gehört. Das ehrt mich. Also irgendwelche Kritiker haben das aktuelle Album verglichen mit „Christina Stürmer in Männlich“. Cool. Das ist nicht unbedingt schlecht.

Das sind eigentlich alle Gründe, warum ich auf Deutsch singe. Mehr gibt es nicht.

Stephie:
Du hast es schon erwähnt. Letzten Freitag ist Dein neues Album erschienen.
Wie zufrieden bist Du heute damit?

Tobias:
Ich bin stolz auf das Album, weil es sich bis jetzt noch nicht abgehört hat. Das passiert nämlich schnell. Gerade bei meinen eigenen Songs, die hören sich relativ schnell ab. Ich bin ziemlich schnell gelangweilt von meinem eigenen Zeug. Aber dieses Album finde ich immer noch geil. Das spricht für das Album.

Es ist auch endlich mal ein richtig roter Faden drinnen. Es ist ein einheitlicher Stil geworden. Man hat jetzt keine Metal-Bretter drauf, irgendwelche Rock-Bretter, wo ich unbedingt mein Rock-Ich zum Besten geben muss oder zwischendurch Balladen, wo ich den Balladen-Sänger raushängen muss.
Also so war es bei „Mal kurz unsterblich“.
Da hatten wir noch die klassischen E-Gitarren.
Jetzt haben wir wirklich einen einheitlichen Stil, wo wir gesagt haben, wir machen Akustikgitarren-Rock. Das es nicht aggressiv klingt, sondern durchwegs positiv und haben uns dann orientiert an den Konzerten der letzten Jahre, weil die Veranstalter mich die letzten Jahre überwiegend Akustik gebucht haben. Die wollten immer nur mich mit einer Akustikgitarre und einen Cajonisten dazu. Das heißt, wir waren immer nur zu Zweit unterwegs.
Liegt bestimmt auch daran, dass es weniger Aufwand war für die Veranstalter.
Kleiner Anlage. Nur ein Doppelzimmer im Hotel…kostet weniger.
Naja, aber wir haben eben festgestellt, dass man mit dieser einen Gitarre auch ordentlich rocken kann. Das man in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre, die Leute auch begeistern kann. Also haben wir gesagt, wir machen jetzt mal ein Rockalbum ohne die klassischen Gitarren sondern schauen lieber, dass man mit einer Akustikgitarre auch ordentlich abrocken kann. Wir haben jetzt jeden Song mit der Akustikgitarre eingespielt und noch einmal gedoppelt mit der E-Gitarre, die das ganze so ein bisserl von unten andickt.

Nur ein Song ist drauf, der nur mit E-Gitarren gespielt wird. Und drei Klavier-Songs. Ansonsten ist alles mit der Akustikgitarre. Ich glaube das macht es auch aus.
Wir haben auch darauf geachtet, dass es nicht dieser klassische Halftime-Cross-Over-Rock wird, so wie ich ihn immer vergöttert habe. Ich komme aus dieser H-Blocks & Guano Apes – Zeit. Hab da immer total abgefeiert.
„Die Happy“ zum Beispiel, hab ich auch voll geil gefunden und find die immer noch geil, aber das ist nun mal nicht mehr die Definition von Rock heutzutage. Leider!

Ich habe mich auch ein bisserl Inspirieren lassen von „Mumfords and Sons“, die mit der Akustikgitarre diesen stampfenden, durchmarschierenden Rock machen. Hab das einfach ein bisschen vermischt miteinander.
So haben wir jetzt eine ziemlich coole Mischung aus Pop und Rock geschaffen. Auch die Melodien haben wir reduziert.
Wir haben also wirklich darauf geachtet, dass diese typischen Melodieführungen nicht so huckmäßig sind. Wie es die Schweden zum Beispiel schreiben – dieser Standartpop, der in Schweden produziert wird.
Ich habe Wert darauf gelegt, dass die Melodien einfach gestrickt sind. So wie von einer Rockband eben.

Mal gucken wie es ankommt.

Stephie:
Weißt Du noch welcher Song als Erstes fertig war, es als Erstes auf die Platte geschafft hat?

Tobias:
Als erstes fertig, war „Sturm“ oder „Was um alles in der Welt“. Das ist der vorletzte und vorvorletzte Song.
Die waren Ende 2011 schon fertig. Aber da war noch gar nicht klar, ob die überhaupt auf die Platte drauf kommen, weil es mussten ja noch die restlichen Songs geschrieben werden. Wenn da jetzt noch bessere Songs dabei gewesen wären, dann hätten es die vielleicht gar nicht aufs Album geschafft.

Aber der erste Song, von dem klar war, dass er auf die Platte muss, war „Foto“!
Den haben wir im Frühjahr 2012 geschrieben. Da war so der Punkt, dass ich gesagt habe, wir haben unseren Stil gefunden. Wobei der natürlich auch noch ein bisserl aus der Reihe tanzt. Es hat sich danach schon noch ein bisserl was getan. Das liegt auch daran, dass der Tobias Rögler, mit dem ich das geschrieben habe,  für die eigentlichen Songwriting-Sessions noch ein paar Kollegen dazugeholt hat. Wir haben dann immer im Rudel geschrieben. Dieser Kollege war dann meistens der Jan Phillip Kelber aus Hamburg. Er hat damals für Echt dieses „Sag mal weinst Du“ geschrieben.
Das war wirklich ein cooles arbeiten. Die Songs die mit ihm entstanden sind, haben den  Stil so ein bisserl mitkreiert. Deswegen klingt „Was mich atmen lässt“ und „Doppelter Boden“ und „Endlich Frei“ auch noch mal bisserl anders als „Foto“.
Bisserl Abwechslung muss ja schon sein!

Stephie:
Auf welchen Song freust Du Dich am Meisten, ihn live performen zu dürfen?

Tobias:
Lass mich kurz nachdenken…schwierig…des kann man nicht sagen. Das ist ja das coole an dem Album. Das alle Songs einfach gleich cool sind.

Also mit Band freue ich mich am Meisten auf „Foto“. Weil da nach dem zweiten Refrain, nach dem C-Teil, dann ein Half-Time-Part kommt. Den wir hart erkämpft haben.
Mein Bruder hat das Schlagzeug eingespielt, der kommt ja auch so ein bisserl aus dem H-Blocks / Guano Apes / Rise Against the Machine – Ding.
Eigentlich haben wir jetzt immer, wenn wir den Song live gespielt haben, immer im Half-Time gespielt.
Also, dass das Schlagzeug halb so schnell spielt wie normal.
Dann bei der Produktion, hat unser Produzent der Tobi gesagt „Nein, nein das müssen wir schon durchstampfen lassen“. Wir haben dann aber erkämpft, dass wir nach dem C-Teil jedenfalls einen Half-Time-Refrain drinnen haben. Bei dem die Sonne aufgeht.
Das haben wir jetzt da drinnen und das wird live bestimmt fett!
Bei Open Airs wenn die Sonne untergeht!

Und Akustisch, wenn ich jetzt alleine spiele, gibt es eigentlich keinen Lieblingssong.

Stephie:
Es macht also Alles gleich viel Spaß?!?

Tobias:
Ja irgendwie schon. „Endlich frei“ ist ein cooler Song, obwohl er eigentlich gar nicht so richtig für Akutikgigs gemacht ist.
„Was mich atmen lässt“ ist auch schön.
Momentan macht mir „Doppelter Boden“ am Meisten Spaß! Komischerweise…

Stephie:
Was war zuerst da – die 12 Songs oder die Idee mit der Uhr?

Tobias:
Die Idee mit der Uhr kam später erst.

Stephie:
Musste dann aber noch ein Song weichen oder war es schon immer klar, dass es 12 Songs werden?

Tobias:
Es waren immer 12 Songs.
Die Idee hat eigentlich mein Bassist gehabt.
Ich habe die Idee mit der Uhr ohne Zeiger gehabt, das zeigerlose Ziffernblatt. Als Symbol für „Besser Jetzt“, da es für nichts den perfekten Zeitpunkt gibt.
Dann ist unserem Bassisten aufgefallen, wir haben 12 Tracks. Die könnte ich gleich so anordnen.
Ja, mach ich!

Stephie:
Hast Du mittlerweile den Auslöser gefunden, dass Ihr Euch im Studio beim Nachnamen genannt habt? ;)

Tobias:
…naja, der Grund war, dass da einfach drei Tobi’s im Studio waren! Und ich glaube ich war der Erste, der damit angefangen hat.
Der damit angefangen hat, irgendwann rumzuschreien…Wenn man Tobi schreit, schreien eben alle.

Stephie:
Zwischen Emil und Dir ist ja eine ganze besondere Liebe entstanden.
Zählt der Hund zu Deinen Lieblingstieren?

Tobias:
Ich habe bemerkt, dass französische Bulldogen ziemlich cool sind.
Ich habe mir danach auch ein paar Informationen dazu durchgelesen.
Bulldogen sind einfach ziemlich cool!
Auch was Aggressionen gegenüber anderen Hunden anbelangt, die sind total relaxed.
Also wenn ich mir mal einen Hund besorge, dann wäre das echt der Richtige.
Das Einzige was blöd ist, ist das er kein Langstreckenläufer ist. Obwohl, das bin ich momentan auch nicht! Aber wenn ich Zeit zum Sporteln hab, dann schon joggen.

Stephie:
Na, dann kann er ja auf Dich warten.

Tobias:
Stimmt, aufs Haus aufpassen!

Stephie:
Was ist denn Dein Lieblingstier?

Tobias:
Gute Frage…Hund ist auf jeden Fall ganz weit oben!
Katzen sind auch ganz cool, weil sie einfach cool sind.
Und rein vom majestätischen Auftreten und von der Optik her, was ich ziemlich cool finde, sind Weißkopfadler!
Das ist vielleicht ein bisschen Klischeehaft, wegen den Harley Davidson und den Logos die man so kennt. Aber finde ich sehr beeindruckend, wie die Natur. Also was die manchmal so für Viecher hat.
Das coole ist, man kennt ja nie alle Tiere. Du schaust irgendwann mal auf Discovery Channel, gut den habe ich jetzt nicht mehr, seit ich bei meinen Eltern ausgezogen bin. Aber irgendwie kommen doch immer wieder Natursendungen, wo „Was ist den das für ein Viech??? Wie hässlich. Wo gibt es so was??? Aber auch so beeindruckend, wie manche Viecher sich anpassen. Wie ein Laubblatt oder dann sieht die Raupe aus wie ein Zweig. Wahnsinn! Immer wieder beeindruckend!

Stephie:
Nach der Vergangenheit und der Gegenwart schauen wir noch gemeinsam in die Zukunft. Am 13. September beginnt Deine „Besser Jetzt“ Tour. Laufen hierfür schon die Vorbereitungen oder bist Du doch noch bei den drei Akustikterminen?

Tobias:
Oh, ich bereite nicht einmal die Akustiktermine vor! Da muss ich mich jetzt bald mal mit meinem Gitarristen zusammensetzen. Die Arrangements klären und wir werden sicherlich auch nicht alles zu 100 Prozent so machen, wie es auf dem Album klingt. Vielleicht hier und da noch etwas umändern, so dass man mit zwei Gitarren möglichst viel Fläche erzeugt.

Dann müssen wir die Entscheidung treffen, ob wir mit Einspielungen spielen oder ohne. Sprich ob der Schlagzeuger mit Klick auf dem Ohr spielt und die Einspielungen dann vom Computer dazukommen, irgendwelche Flächen im Hintergrund oder Chöre. Oder ob wir es weglassen. Weil wenn Du mit Metronom spielst, dann bist Du ganz schön gebunden. Dann kannst Du nicht mal schnell das Tempo variieren.

Dann müssen wir uns überlegen, was für ein Bühnenbanner wir machen.
Ich glaube ich nehme diesen Uhrenvogelschwarm der auf der Mittelseite vom Booklet drauf ist. Den werde ich irgendwie auf dem Banner auch verheizen. Eine große weite Landschaft mit einem geilen blauen Himmel und dann dieser Uhrenschwarm, der in der Ferne verschwindet. Ich stehe auf der Wiese und lasse einen Drachen steigen. Oder so…

Also irgend so einen Banner brauchen wir noch und dann müssen wir echt mit der Band proben. Aber um den Schlagzeuger und Bassisten mach ich mir gar nicht so große Sorgen. Die schauen mir auf die Finger und spielen des nach.

Stephie:
Am 03.August wie auch am 19.September bist Du dann in München. Einmal Akustik und dann der Termin mit der „Besser Jetzt“ Tour.
Hast Du einen besonderen Bezug zur Landeshauptstadt?

Tobias:
Ich habe ein Jahr hier gewohnt,2007, mit meiner damaligen Freundin. Das war die Zeit in der die Sony mich beauftragt hat, dieses Album zu schreiben und eine Band zusammenzustellen.

Die Schwester meiner damaligen Freundin hat in Amsterdam Gesang studiert. Sie hat einen Schlagzeuger und einen Gitarristen aus Amsterdam akquiriert. Die fand ich ziemlich cool. Ich hatte dann hier eine Wohnung in München, in der Au.
50 Quadratmeter und eigentlich nur für zwei Leute gemacht. Ich hatte dann aber immer diese Holländer in meiner Wohnung. Die wollten nicht fest nach München ziehen, sie waren aber irgendwie zum Proben und so, dauerhaft da. Das war schon ziemlich krass.
Daher habe ich an München eigentlich die Erinnerung von einer Dauerparty. Die waren natürlich auch ziemlich Rock’n’Roll-mäßig unterwegs. Dann waren wir im Glockenbachviertel, Frauenhoferstrasse ziemlich lustig unterwegs.

München ist eine gemütliche Stadt. Der Stadtverkehr macht mich wahnsinnig und ich glaube ich habe sie auch ein bisserl auf dem falschen Fuß erwischt.
Die Situation in der ich damals gesteckt habe, dass ich jetzt unbedingt diesen Ruhm aufrechterhalten muss. Da hat eben ein enormer Druck auf mir gelastet. Irgendwie verbinde ich diese nicht ganz so angenehme Situation auch mit München.
Aber das ist ja nun auch her und jetzt sehe ich die Stadt natürlich auch wieder ein bisserl anders.

Stephie:
Um die eigene Tour perfekt vorzubereiten, geht man da auch auf andere Live-Konzerte? Interessiert es Dich, was andere Künstler dort machen? Vielleicht kann man für sich etwas mitnehmen…

Tobias:
Ja, klar. Das inspiriert voll.
Ich war letztes Jahr im Zenith. Im Oktober bei Billy Talent. Wahnsinn!
Das ist, wie soll ich sagen, die haben natürlich auch Hammer-Songs und Wahnsinns-Gitarristen, der die meiste Arbeit macht. Der ist Produzent und spielt auf einer Gitarre, was eigentlich zwei Gitarristen tun. Macht Backingvocals auch noch. Also eigentlich könnte der auch alles alleine machen, daher…also gut, man kann da schon nach den Sternen greifen und sagen, da möchte ich auch einmal hin. Von der Live-Qualität her.

Was ich auch sehr beeindruckend find, ist Biffy Clyro. Das ist eine schottische Band, die haben auch immer einen zweiten Gitarristen dabei, aber das Hauptding machen die Drei. Es ist beeindruckend, wie der auf der Gitarre zuverlässig und sauber einfach runter spielt.

Da lasse ich mich schon inspirieren. Deswegen übe ich auch. Ich versuche jeden Tag klassische Gitarre zu üben, damit auch jeder Finger immer da sitzt, wo er sitzen soll. Das ist eine gute Übung. Bei Klassik hast du ja nicht diese stupiden Barrégriffe. Da hast du irgendwelche Spreizgriffe, aber wo trotzdem jeder Finger zur richtigen Zeit sitzen muss, wo er sitzen soll.
Je sicherer du an der Gitarre bist, desto besser kann man sich auch in der Musik fallen lassen.

Foo Fighters sind auch immer eine gute Inspiration! Gerade mit ihren Liveshows.

Stephie:
Wenn sie denn dann mal in Deutschland spielen…

Tobias:
Ja, mittlerweile spielen sie ja gar nicht mehr. Aber die hab ich auch live gesehen beim Chiemsee Rocks vor zwei Jahren. Das hat mich auch ziemlich imponiert, dass wirklich keinen Song so original geklungen hat, wie auf dem Album!
Bei jedem Song haben die etwas anders gemacht.
Dave Grohl – der ist einfach eine Wucht!

Stephie:
Was war für Dich das beste Livekonzert 2013?

Tobias:
Oh…das beste Konzert, wo ich anwesend war oder das ich selbst gespielt habe?

Stephie:
Wo Du anwesend warst!

Tobias:
Da muss ich überlegen, ob ich dieses Jahr überhaupt schon auf einem Konzert war?!?

… … … jetzt haben wir schon Juli, oder??? … … … war ich dieses Jahr schon auf einem Konzert??? … … … das gibt es ja nicht … … … alter Schwede … … … also Oktober Billy Talent … … … das gibt es doch nicht … … … Rock im Park hab ich versäumt. Rock am Ring hab ich versäumt. So Festivals hab ich alle versäumt dieses Jahr, weil ich ständig dieses Album vorbereiten muss … … … ich glaube ich war noch auf keinem Livekonzert dieses Jahr?!? … … … aber das gibt es doch nicht … … … das kann doch echt nicht wahr sein … … … JA logisch!!! Bin ich blöd.

Im April, nein Mai war ich bei Silbermond in Salzburg!
Als Vorband hat Bosse gespielt! Das war aber wirklich das einzige Konzert! Deswegen war es auch das Beste! Aber es war auch wirklich geil! Silbermond sind live einfach immer wieder der Hammer! Letztes Jahr habe ich sie im Juli gesehen in Österreich. Auf der Burg Clam. Was aber bei dem Konzert in Salzburg noch ein wenig charmanter war, war das man ab und zu mal Fehler gehört hat.
Das find ich als Musiker immer wieder beruhigend, dass auch so einer Band, die so routiniert ist und so lange spielt, auch ab und an mal danebengreifen kann.
Dann weißt du jedenfalls, dass es live ist! Aber das ist auch immer wieder geil, wie der auch als einziger Gitarrist, weil die haben ja wirklich keine zweite Gitarre, also das ist wirklich der Wahnsinn und das muss man sich immer wieder vorhalten, das er mit einer Gitarre so ein Wand macht. Das so voll macht. Die haben zwar hier und da auch Einspieler vom Band, aber die sind im Hintergrund, die spielen das mit. Die machen das so unbewusst.
Und auch die Steffi geht ab wie Sau. So eine Frontfrau. Das kleine Mädchen da.
Der Schlagzeuger ist eine Maschine und die Songs sind sowieso geil!

Bosse war auch total cool! Der war so richtig nah am Publikum. Der ist beim zweiten Song ins Publikum gesprungen und hat die Leute singen lassen. Hat sich einfach hingestellt und meinte „Hey sing mal!“ Ich stand halt weiter hinten und hab des nicht so gesehen, was da vorne passiert. Aber der war schon cool!
Bei ihm merkt man auch, dass er alle Songs selber schreibt. Das sind keine Songs von der Stange. Ganz im Gegenteil. So wie der Texte schreibt, was er für eine Wortwahl so teilweise hat – Kartoffelschnaps und Bockwurst zwischen Gartenzwergen!
Wie er die Szenerie beschreibt. Ich meine in welchem anderen Song kommt Bockwurst vor?!? Oder Kartoffelschnaps. Geil!

Stephie:
Wird es ein Konzert geben, auf das Du 2013 noch hingehen willst bzw. wirst?

Tobias:
Ich habe nix geplant.

Ja doch, ich spiele am 23.August in Bochum beim Zeltfestival. Da spielt am selben Abend auch Silbermond…ich werde schauen, dass ich da hingehe.
Aber sonst habe ich echt nix geplant.

Aber ich würde sehr gerne und unbedingt mal Slipknot live sehen. Weiß aber gar nicht, ob die grad auf Tour sind. Das werde ich auf jeden Fall noch mal machen, irgendwann. Und irgendwann, wenn es sich anbietet, auch mal AC/DC! Das ist schon fast Pflicht, solange die noch irgendwie spielen können.
Biffy Clyro muss ich mir auch unbedingt mal reinziehen…

Stephie:
…die kommen ja im Dezember…

Tobias:
Echt?!? Sehr geil!!!

Stephie:
Kommen wir noch zu Deinen Konzerten: Was war das für Dich persönlich größte Konzert, dass Du gespielt hast?

Tobias:
Das war Saar Spektakel in Saarbrücken! Nee, das war das Zweitgrößte.
Aber das war mein Konzert!
Ich hab auch schon vor 50.000 Menschen gespielt, aber das war dann nicht mein Konzert, sondern das war Stadtfest in Mainz. Ein riesengroßer Platz. Da hat auch Sascha gespielt und Ronan Keating. Ich glaube, dass war der, der am meisten Leute gezogen hat.
Aber das war nicht mein Konzert.

Das Saar Spektakel war von Radio Salü. Das war an meinem Geburtstag 2006. Das war im Rahmen der Tour damals und da waren 10.000 Leute da! Fett! Nur wegen mir!
Ich habe mir sagen lassen, ganz weit hinten, sind sie auf Autodächern rumgesprungen. So richtig Rock’n’Roll! Das war fett! Da haben sie eine riesige Torte auf die Bühne geschoben, Geburtstagsständchen gesungen. Das war schon sehr intensiv damals.

Stephie:
Geburtstag steht ja auch bald schon wieder an…

Tobias:
Ja, ich muss aufpassen, dass ich ihn nicht verpenne…

Stephie:
Hast Du schon etwas geplant? Gibt es etwas, was Du regelmäßig machst?

Tobias:
Nee…gibt kein Ritual! Letztes Jahr hab ich meinen 30steh gehabt und da hab ich groß gefeiert. Mit Livesession. Da waren wir in einem Bauernhof. Im alten Schweinstall! Bierbänke hingestellt und eine kleine Bühne. Hab alle meine Kumpels eingeladen und einfach gejammt!
Aber des Jahr hab ich noch nichts geplant. Keine Ahnung. Ich hab schon vor, mit ein paar Freunden auf ein Bierchen zu gehen…

Stephie:
Dann kommen wir zur letzten Frage. Passend zum Namen des Portals:
Was ist Deine Lieblingsschokolade?

Tobias:
Traube Nuss! Egal von welcher Marke! Die Beste ich aber die von Ritter Sport! Aber von Milka gibt es das glaube ich auch. Vielleicht auch ab und zu die mit Rum!
Rum Traube Nuss! Ich glaube, dass ist sogar die Beste!


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