The Baseballs – das etwas andere Weihnachtskonzert

Veröffentlicht am 20 Dez ,2012 | von Mathew

The Baseballs – das etwas andere Weihnachtskonzert

19.Dez.2012 – Philharmonie München

 

The Baseballs laden ein. Good Ol Christmas ist Programm.
Teils in Anzug und Kleid, teils in Rockabilly-Outfits kommen die Gäste in die Philharmonie.
Das Konzert ist nicht ausverkauft, aber dennoch gut gefüllt.

19.50 die erste Durchsage: „Bitte machen Sie sich bereit, die Aufnahme startet in 10 Minuten.“
So geht es weiter bis: „ Achtung, bitte Ruhe im Publikum die Aufnahme startet in 20 Sekunden. Ist das Orchester bereit? Ist die Band bereit? Achtung, die Aufnahme startet!“

In Gamaschen und schwarzen Anzügen betreten Basti, Sam und Digger die Bühne. Weihnachtlich rot beleuchtet.
Sie singen ihren Traum, ein Weihnachtskonzert.
Leider etwas schwer verständlich, da die Sänger nicht präsent genug für das große Orchester, die Neue Philharmonie Frankfurt unter der Leitung der Münchnerin Babsi und die Baseballs-Band abgemischt sind.

„Let it Snow“, „Little Drummer Boy“, „Have Yourself a Merry Little Christmas“ sind die ersten Songs. Sie präsentieren ihr neues Album „Good Ol`Christmas“. „Driving Home for Christmas“, Wonderful Dream“ und „Rocking Around the Christmas Tree“ folgen.
Irgendwie fehlt der Baseballs Sound, für den sie die Fans so lieben. Nur bei den etwas schnelleren Songs blitzt die Klasse der Band und der Sänger hervor.
„Ring, Ring“, „Winter Wonderland“ und Father to a Child“ reihen sich an die Songs an.
Zwischendurch immer wieder etwas Entertainment. Dank auch an Florian Silbereisen, der die Moderation geschrieben hat, haha. Der Vergleich mit dem Rat Pack hinkt leider etwas, dafür genügen allein schwarze Anzüge und schicke Schuhe nicht.

Als Digger durch die erste Reihe schreitet und versucht das Publikum zum Mitsingen zu bringen entschuldigen sich diese mit Husten.
Prompt bekommt die Dame aus der ersten Reihe einen Tee serviert.
Das Publikum sprechen die Jungs erstmal mit „Sie“ an, zu dem feierlichen Anlass ist das eher als das „Du“ angemessen.
„Sontimes it`s hard for Boys not to cry“ bringt den Baseballs-Sound auf die Bühne , bevor sie wieder mit „Dry your Tears“ und „Jingle Bells“ in die Christmas-Schine zurückkehren.
Auch ein 10. Hochzeitstag im Publikum wird gefeiert.

Nach „O Holy Night“ wird das Publikum mit eingespannt.
„Wir brauchen Interaktion, unser Trompeter Björn ist hauptberuflich nämlich Rentier“. Immer wenn Björn, als Rudolph verkleidet zu sehen ist, schreit das Publikum „Hey Rudolph“. Das klappt sehr gut zum Song „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“, dann ist Pause.

 

Nach ca. 20 Minuten ist die Pause rum. Es hat sich was verändert. Die Beleuchtung ist weg vom weihnachtlichen Rot. Eher bunt.
Auch die Sänger sind in neuen Outfits auf der Bühne. Endlich der Baseballs-Sound. Das Publikum hält nun nichts mehr auf den Sitzen.
Sofort stehen die Ersten auf.
Zu „Hello“ starten die Baseballs nach der Pause mit Power, besserem Sound und präsenter in den zweiten Teil!
Angels“ folgt direkt im Anschluss, bevor sie mit einem Remix aus „Hit the Road Jack“ und „Let`s get Loud“ auch den letzten Zuhörer von den sitzen reissen.

Nun ist es ein Baseballs Konzert, wie man es erwarten darf. Guter Sound, viel Spass auf der Bühne und das Publikum ein Teil der Show.
„Follow Me“ und „Torn“ schließen sich an, das Publikum singt mit. Ein Konzert, wie es die Philharmonie wohl nicht allzu oft erlebt.

„Candy Shop“ und „She`s got the Look“ folgen, aber da es ja ein Weihnachtskonzert ist, haben The Baseballs auch hier etwas vorbereitet. „Ist Chritsmas-Time“ auf die Melodie von O Happy Day, schönes Ding.
Jetzt sitzt auch die Show, The Baseballs wirken wie befreit. Zu „Never Ever“ packen sie sogar die Saxophone aus, bevor sie mit „Umbrella“ den zweiten Teil um zehn nach Zehn abschließen. Das Publikum ist begeistert und steht fast den gesamten zweiten Teil.

Aber wer The Baseballs kennt, das war natürlich nicht alles. Sie kommen zurück. Jetzt ist noch mal das Publikum gefragt.
Sie teilen das Publikum in den Digger-, den Sam- und den Basti-Teil. Jeder Teil hat seine Aufgabe!
„Christ“ schreit der Digger-Teil, „Mas“ der Sam-Teil und „Punsch“ der Bast-Part. Alles zusammen eine witzige Nummer und jeder ist dabei. Auch ein ziemlich geniales Geigensolo wird noch gespielt.

„Born this Way“ ist die letzte Knaller-Nummer bevor es zum Schluss noch mal richtig besinnlich wird. Fast 30 Minuten dauert die Zugabe, bevor die Philharmonie nochmals in festliches Rot getaucht wird und The Baseballs mit „Silent Night“ einen besinnlichen und würdigen Abschluss ihres Weihnachtskonzert bringen.

Ein insgesamt unterhaltsamer und schöner Abend mit einem Ausflug zu den Weihnachtsliedern die leider etwas den Baseballs Sound vermissen ließen. So geht es wohl bei The Baseballs an Weihnachten Zuhause zu. Zuerst der besinnliche Standard-Teil bevor sie dann explodieren und ihr Weihnachten zelebrieren. Bunt und mit viel Freude!

 

Danke an The Baseballs.

The Baseballs spielen Weihnachtskonzert in München (19.12.2012): Konzertbericht

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The Baseballs
Fotos: Stephie Rupprecht


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