SCOOTER: Deutschland sucht den Super-Hyper!

Veröffentlicht am 01 Mrz ,2016 | von Patricia Markert

SCOOTER: Deutschland sucht den Super-Hyper!

28. Februar 2016 – München, Zenith

Kurz vor Beginn von DJ MICAR betreten wir das ausverkaufte Zenith. Schon vor seinem Auftritt erklingen immer mal wieder “Super-Baxxter”-Rufe im Publikum. Die Leute sind heiß auf Scooter. Aber erstmal DJ Micar überstehen. Nein, so schlimm ist er nicht aber so aufregend auch nicht. Er legt bekannte Songs auf und mischt sogar “I Want It That Way” von den Backstreet Boys darunter. Bei diesem Song freuen sich die ollen Boygroup-Fans und die Leute tanzen und wärmen sich für die Götter des Rave auf. Bester Abend, laut dem DJ persönlich. 20:50 Uhr ist Schluss und es kommt kurz “Ruhe” auf. Kurz nach 21 Uhr beginnt schon das Scooter-Spektakel mit einem lauten Knall. Alle zucken zusammen. Ja, wir auch. Sie lassen ein überlanges Intro laufen, welches aber sehr unterhaltsam ist, da uns die Feuer- und Lichterspiele sowie die mit Luft aufgeblasenen großen tanzenden Männchen von der langen Weile abhalten. Mit ihrer aktuellen Single “Oi” starten sie die Show. Die Fans stehen nicht mehr still und singen begeistert mit “Oi, Fucking Oi”. Sänger H.P. Baxxter (der übrigens aktuell bei Deutschland Sucht Den Superstar neben Dieter Bohlen in der Jury sitzt) wirkt etwas eingerostet aber das kann gut an den jungen und knackigen Backround-Tänzern und Tänzerinnen liegen. Diese bringen noch mehr Schwung in die Show. Von Song zu Song wechseln sie sich ab und präsentieren sich immer in neuen, knappen Outfits. Ob als Playboy-Bunny, lässig als Hip Hoper oder in Lack und Leder. Fakt ist, die Tänzer können was, gute Auswahl, Herr Baxxter. Die Band präsentiert sich mit Gitarrist und H.P. im Lederoutfit mit Nieten sehr rockig (darunter übrigens ein schwarzes Shirt mit glitzernden Totenkopf drauf). Passt nicht zur Musik aber egal. Wir finden es gut.

Etwas verwunderlich sind die größtenteils englischen Ansagen von ihnen. Sie kommen aus Deutschland und wir auch. Vielleicht gehört das zur Show seit über 20 Jahren und wir wissen es einfach nicht. Nur am Ende bedankt er sich auf Deutsch. Da aber die Ansagen gefühlt eh niemanden interessieren, geht die Party weiter. Auf der Setlist stehen natürlich auch Knaller wie “How Much Is The Fish”, “Who´s The Rave”, “”Nessaja”, “Maria (I Like It Loud)” und “One (Always Hardcore)” und spätestens bei “Posse” reißen die Fans die Arme in die Höhe und stampfen auf dem Boden. Bei “The Leading Horse” kommen die Tänzerinnen in Lack und Leder an der Leine auf die Bühne und peitschen sich aus. Das freut sicher nicht nur die Hardcore-Fans. Unterhaltung wird an diesem Abend ganz groß geschrieben. Mit den Worten “Gothic Still Exists” kommt Hans-Peter mit Sonnenbrille und Mantel ganz in Schwarz auf die Bühne und überrascht aufs Neue. Sind wir doch auf einem EBM-Konzert gelandet? “Fuck The Millenium” ertönt und wir wissen, wir sind richtig hier. Das wilde Feuerspiel, Geknalle und Geblitze geht weiter. Epileptiker sollten lieber fern bleiben. Teilweise sogar etwas unangenehm richtung Bühne zu schauen.

Die fast zwei Stündige Show endet mit den Klassikern und für viele Leute All-Time-Favourites “Hyper Hyper” und “Move Your Ass”. Eine Scooter-Show lohnt sich auf alle Fälle nicht nur für Fans erster Stunde, denn Kenner erster Stunde sind wir doch alle irgendwie. Wir freuen uns auf die nächste Show. Wiiiiiiickeeeeed.

 

Scooter
Fotos: Stephie Rupprecht


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