Of Mice & Men in München

Veröffentlicht am 22 Mrz ,2015 | von Patricia Markert

Of Mice & Men in München

20. März 2015 – München, Backstage

Am Freitag, den 20. März gastieren die Kalifornier Of Mice & Men im Münchner Backstage. Pünktlich zum angedachten Einlass um 19 Uhr tummeln sich bereits hunderte Fans vor den Hallen und warten ungeduldig darauf, die ersten Reihen zu besetzen. Auch kurz nach sieben klingen noch Soundcheck-Geräusche nach außen. Ganze 25 Minuten späten geht ein Raunen (vereinzelt Schreie) durch die Menge und, wie ich vermute, ist endlich Einlass. Nun heißt es: schnell sein, alle rein, Jacke abgeben und Getränk holen, denn auf die Minute genau stehen Volumes aus Los Angeles um 20 Uhr auf der Bühne. Das Publikum ist überraschend gut drauf und von der ersten Minute direkt dabei. Was die Band fordert, bekommt sie. Erste Crowdsurfer des abends sind auch schon am Start, es wird gepogt und Hitze steigt auf. Nach 30 Minuten ist der erste Teil vorbei. Nächster Programmpunkt: The Amity Affliction aus dem fernen Brisbane, Australien. Spürbar viele Fans haben sie sich in den letzten Jahren erarbeitet. Ich beobachte ungewohnte Situationen: ein Crowd-Surfer der sich während des Surfens selbst filmt. Ihr lest richtig, während des surfens. Diese Aktion kommentiere ich nicht weiter. Außerdem steht unweit von mir ein minderjähriges Mädchen mit Zahnspange, die offensichtlich so begeistert von der Band ist, das Tränen fließen. Das letzte Mal habe ich das bei den Backstreet Boys in ihrer erfolgreichsten Zeit gesehen. Abgesehen davon liefern The Amity Affliction eine gute und energie-geladene Show ab. Als Headliner beweisen Of Mice & Men ihre Deutsche Mentalität indem sie auf die Sekunde genau 22 Uhr auf die Bühne stürmen. Kreischalarm ist vorprogrammiert, denn Sänger Austin Carlisle ist der Nick Carter für die Rock-Teenies 2015. Sehr amüsant, das Ganze zu beobachten. Offensichtlich füllen alle ihren Handyspeicher mit Fotos von Austin. Abgesehen davon macht die Band für alle Spaß, wenn auch etwas unpersönlich. Sie spielen ihr Programm professionell runter. Vermutlich haben sie das von ihren Buddies von Linkin Park gelernt, da sie diese auf der letzten Europatour als support begleiteten. Genau auf dieser Tour haben sie viele weitere Anhänger für sich gewinnen können. Fast zwei Millionen Facebook-Likes sprechen für sich. Die Fans haben alle brav die Songtexte auswendig gelernt und singen jede Zeile mit. Super Stimmung. Während dem Set werden Sänger Austin Briefe zugesteckt. Ich wiederhole mich nur ungern aber auch das hat Boyband-Charakter. Nach einer Stunde verlassen sie das erste Mal die Bühne und kommen für zwei Songs zurück. Das Werk tobt und schwitzt. Eine sehenswerte Live-Band von der wir noch viel erwarten können. Kauft Euch das aktuelle Album „Restoring Force“ und seid gespannt, was noch kommt.


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