Münchner Sommernachtstraum 2013

Veröffentlicht am 28 Jul ,2013 | von Stephie Rupprecht

Münchner Sommernachtstraum 2013

Wie jedes Jahr feiern die Münchner im Sommer im Olympiagelände den sogenannten Sommernachtstraum. Für wenig Geld gibt es erst Musik auf zwei Bühnen und wenn es dunkel ist erleben die Zuschauer ein unvergessliches Feuerwerk-Spektakel.
So auch in diesem Jahr wieder. Am 27.Juli war es soweit.

Im Vorfeld wurde schon viel diskutiert über die diesjährigen, mitwirkenden Künstler. Wie das zusammenpasst, wer da überhaupt hingeht und ob es wirklich das historisch größte und emotionalste Feuerwerk der Landeshauptstadt werden wird.

Nun ja, gekommen sind etwa 46.000 Menschen, etwa 8.000 weniger als im Vorjahr. Vielleicht hat das aber etwas mit den Künstlern zu tun, die dieses Jahr auf den Bühnen ihr musikalisches Können präsentieren.

Den Auftakt machte Scooter!
Wie immer liefern die Herren H.P. Baxxter, Rick J. Jordan & Michael Simon eine tolle Show ab. Auch wenn ich zugeben muss, dass mir ihre Konzert in geschlossenen Locations wie die letzten Jahre im Münchner Zenith doch besser gefallen haben. Da kommt die ganze Pyrotechnik einfach viel besser rüber.
Aber egal, Scooter sind einfach Kult und machen immer wieder einen Heidenspaß!!!
Mit Songs wie „Hyper Hyper“, „Maria (I like it loud)“, „Move your Ass!“ oder „How much ist he Fish“ feiern sie gemeinsam mit den Münchner im Olympiastadion.
Und weil es ja mit knapp 40°Grad noch nicht heiß genug ist, geben Feuerexplosionen auf der Bühne alles.
Leider zu kurz und im Ablauf zu zeitig und demzufolge bei zu viel Helligkeit, aber trotzdem einfach saustark!

Es folgt der vielleicht kurioste Auftritt oder sagen wir es so: Ich denke, die meisten der Anwesenden hätten nie gedacht, dass sie jemals auf ein Konzert von Heinz Georg Kramm gehen werden.
Heinz Georg Wer??? Heinz Georg Kramm, der bürgerliche Name des mittlerweile 75jährigen Volksmusikstars Heino! Kultfigur und „Neu-Rocker“!
Aber genau wie der überraschende „PR-Gag“ bzw. der Albumveröffentlichung „Mit freundlichen Grüßen“ überrascht er uns auch heute Abend.
Das Album stieg im Februar prompt auf Platz 1 der deutschen Albumcharts und neben Scooter ist Heino gegenwärtig der gefeierte Star beim diesjährigen Sommernachtstraum.
Leider darf auch er nur eine knappe Stunde sein Können präsentieren, aber es macht den Leuten viel Freude. Sie können die Songs, sei es die aktuellen Coverversionen oder doch die älteren, Volksmusikklassiker, mitsingen und so entsteht eine tolle Stimmung in der Arena.
Sogar Polonaisen finden ihren Weg durch die Mengen und werden immer länger.
Den Einen sind es zu viele der älteren Hits, die Anderen finden es waren zu viele der neuen Songs. Doch insgesamt ist es eine gute Mischung gewesen. Jeder hatte seinen Spaß! Und Heino hätte auch am Liebsten noch eine, oder zwei Stunden weitergesungen und mit seinen Münchner Freunden gefeiert.
Aber der Programmablauf war anders – leider!

Es war Nena, die als letzte Künstlerin auf der Bühne im Olympiastadion steht und somit den Status des „Hauptacts“ hatte. Doch als Hauptact kann man das nun wirklich nicht bezeichnen.
Auf der Bühne kommt sie für die Zuschauer als nette und freundliche Künstlerin rüber, doch was hinter der Bühne abläuft und die meisten leider nicht mitbekommen, sieht ganz, ganz anders aus.
Interviewanfragen werden schlichtweg ignoriert. Die Fotografen dürfen nicht, wie es eigentlich üblich ist, die ersten drei Songs fotografieren. Einen Song gestatteten die Musikerin und ihr Management. Und auch die weiteren Anweisungen bzw. Vorgaben sind, naja…man kann sich wohl kaum „beliebter“ machen

Mitgebracht hat Nena auch Isabell Schmidt. Sie belegt bei The Voice of Germany den zweiten Platz und begleitet nun ihren Coach Nena auf Tour.
Aufgrund der Verkürzten Setlist, die Nena beim Sommernachtstraum zustand, konnte sich Isabell nur mit ihrer zweiten Single „OK“ dem Münchner Publikum vorstellen.
Und auch wenn wir ein Interview mit der jungen und wirklich begabten Künstlerin hatten, wurde es uns von Nena nicht gestattet, Isabell während ihrem Auftritt zu fotografieren. Selbst wenn Nena während dem Auftritt die Bühne verließ, war es doch „Nena‘s  Stage-Time“ und so sind Fotos nicht gestattet!
Doch Isabell wird wieder kommen – zum Glück. Hier steckt nämlich ganz, ganz viel Potenzial in einer jungen Frau. Am 09.Oktober spielt sie während ihre eigene Tour im Münchner Club Strom.

Ist das junge, coole und rockige Auftreten bei Heino einfach lustig und unterhaltsam, macht es bei Nena einfach keine Freude mehr. Sie macht einen auf jung, ihre großen Hits werden auch entsprechend verjüngt und so entsteht etwas, was für uns und viele andere ein Grund zum Gehen ist. Da sichert man sich doch schon viel, viel lieber einen guten Platz am See um das anstehende Feuerwerk zu genießen. Und tatsächlich sind hier wesentlich mehr Menschen, als bei dem Konzert von Nena im Olympiastadion!!!

Auch hier war eine Bühne um die Leute zu unterhalten. Die beiden Top-DJs Mike Candys sowie Milk & Sugar sorgten den ganzen Abend für den richtigen Beat und so war das Warten auf die Dunkelheit und das lang ersehnte Feuerwerk ein Klacks.

Gegen halb 11 verdunkelte sich der Olympiapark und das Feuerwerk „Full Emotions“ zündete los.
Für das musikalische Desaster wurde hier mehr als entschädigt.
Es war ein großartiges Feuerwerk und mit 16.000 Einzelzündungen anstandslos das größte was München je gesehen hat. An 54 Abschusspositionen, die sich auf dem Gelände verteilten, zauberte Christian Czech ein Meisterwerk. Eingebettet von musikalischen Hits beeindruckte er ein Jeden und so wurde der Münchner Sommernachtstraum wieder zu einem unvergesslichen Spektakel!


Münchner Sommernachtstraum

Fotos: Stephie Rupprecht


Scooter
Fotos: Stephie Rupprecht

Heino
Fotos: Stephie Rupprecht

Nena
Fotos: Stephie Rupprecht


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