MILOW: Ich liebe es einfach so sehr live zu spielen und das ist der Grund weswegen ich meine Alben aufnehmen!

Veröffentlicht am 24 Jul ,2014 | von Stephie Rupprecht

MILOW: Ich liebe es einfach so sehr live zu spielen und das ist der Grund weswegen ich meine Alben aufnehmen!

Stephie (Chocolate Music):
Herzlich Willkommen zurück in München, herzlich Willkommen zurück beim Tollwood Festival.

Milow:
Vielen Dank. Es ist schön zurück zu sein. Das ist heute bereits das dritte Mal für mich.

Stephie:
Für mich ist das heute ein Déjà-Vu!
Blicken wir ins Jahr 2011 zurück: Im April erschien damals Dein Album, im Juni warst Du beim Tollwood Festival und wir trafen uns zum Interview.

Milow:
Ja, aber deine Frisur ist heute anders!!!
Da saßen wir draußen in der Sonne und ich erinnere mich, dass während dem Konzert ein heftiges Unwetter aufgezogen ist. Es hat fürchterlich geregnet.

Stephie:
Drei Jahre später: Seit März ist Dein neues Album „Silver Linings“ veröffentlicht. Nun ist es Juni, Du bist beim Tollwood Festival und wir sitzen wieder bei Sonnenschein zusammen…

Milow:
Ja, es ist unglaublich. Dass das schon wieder 3 Jahre her ist. Ich erinnere mich noch daran, als wäre es gestern gewesen.
Das war damals ein ganz besonderer Moment vor 3 Jahren für mich. Es war zur damaligen Zeit mein größtes Konzert in Deutschland. 3 Monate nach der Veröffentlichung von „North and South“. Ich kann mich da wirklich noch ganz genau dran erinnern. Die Zeit vor 3 Jahren war unglaublich. Ich hatte unvergessliche Konzerte, aber es hat sich natürlich zu heute auch einiges verändert.
Ich habe eine neue Band. Eine neue Lichtshow, neues Album mit neuen Songs.
Wir werden aber auch Songs der letzten Jahre spielen.
Für mich ist es spannend zu sehen, wer vor 3 Jahren hier war und wer heute kommt.

Stephie:
Es warten ja bereits schon Viele vor dem Zelt. Hast Du denn mal Zeit und die Möglichkeit über den Markt zu schlendern?

Milow:
Nein – Ich war gestern in Berlin und habe eine TV-Show aufgezeichnet. Ich bin heute Morgen erst in München angekommen, jetzt laufen einige Interviews. Aber es ist ja nicht das erste Mal, dass ich in München bin. Ich habe schon ein bisschen was von der Stadt gesehen.

Stephie:
Magst Du München?

Milow:
Natürlich!!!
Ich mag auch Berlin, ich mag Hamburg aber zu München habe ich schon immer eine besondere Beziehung.
Das Publikum in München ist für mich immer etwas ganz Besonderes. München ist definitiv eine meiner Lieblingsstädte.

Stephie:
Merkst Du denn einen großen Unterschied zwischen den Städten? Die meisten Künstler sprechen ja immer davon, dass München das schwierigste Publikum hat?!?

Milow:
Also für mich ist es immer das Einfachste!

Stephie:
Wow, da bist Du jetzt der Erste, der das sagt!

Milow:
Komisch. Also ich hatte schon viele Shows hier. Berlin ist da wesentlich schwieriger für mich.

Stephie:
Na, München liebt Dich wohl einfach!

Milow:
Das hoffe ich, auch, dass das heute Abend so ist.

Stephie:
„North and South“ war ein Album, das Deine Konzerttournee unterstrichen hat. Es gehörte einfach auf die Bühne. Wie fühlt es sich an. Mit „Silver Linings“ unterwegs zu sein?

Milow:
Es ist toll! Ich habe ja nie wirklich aufgehört live zu spielen seit 3 Jahren.
Ich habe nach der großen Tournee viel alleine gespielt. Akustikshows gemacht.
Die Zeit habe ich auch sehr genossen, weil es etwas anders war als zum Beispiel die großen Konzerte im Zenith oder auf dem Tollwood.
Aber irgendwann habe ich es vermisst mit der ganzen Band zu spielen, Konzerte mit mehr Energie.
Deswegen habe ich die letzten drei Wochen wieder so genossen, ich bin wieder „on the Road“ mit großartigen Musikern, die mit mir spielen. Es ist einfach schön, aber die kleine „Pause“ hat mir auch gut getan.
2008, 2009, 2010, 2011 war ist durchgehend unterwegs – das war spitze, aber ich brauchte auch mal eine kleine Pause um wieder neue Energie zu laden.
Mir macht es Spaß, die neuen Songs zu performen und auch die alten wieder zu spielen. Ja, ich habe einfach sehr viel Spaß!

Stephie:
Seit heute gibt es auch ein neues Video. Die Leute lieben es schon jetzt.

Milow:
Ja, ich wollte etwas machen, dass zum Song und zum Sommer passt. Ich habe natürlich schon viele Videos gemacht, jetzt brauchte ich eine neue Herausforderung.
Das letzte Video von „We must be Crazy“, war dunkler und viel seriöser. Dieses Mal wollte ich etwas anderes machen. Einen Kurzfilm, wie man heute Musik macht und sie über Facebook und Twitter verbreitet.
Es ist unteranderem in Thailand, Südafrika, New York und Amsterdam gefilmt worden. Viel Arbeit, aber ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.

Stephie:
Ich denke, Du wirst von vielen immer wieder gefragt, wie Deine Songs entstehen. Mich interessiert heute aber, wie die Ideen zu den Videos und die Videos selbst entstehen?

Milow:
Der Ausgangspunkt bin immer ich, weil ich sehr viele Ideen habe. Mit 18 Jahren habe ich in einem Filmstudio gearbeitet, da konnte ich viel mitnehmen.
Bei meinen Videos kommen die Ideen von mir oder wir haben ein Brainstorming mit ein paar Freunden. Ich habe ein paar Freunde, die sehr kreativ sind.
Dieses Mal habe ich mit sehr jungen Regisseuren zusammengearbeitet. Ich mochte die beiden von Beginn an, wir haben gemeinsame Freunde.
Wir haben geredet und gemeinsam nach Ideen gesucht. Daraus ist dieses Video entstanden.
Es ist schön mit motivierten Menschen zusammenzuarbeiten. Leute die auch etwas Besonderes und Spezielles machen möchten.
Aber es ist auch immer schwerer heutzutage ein Video zu produzieren, dass viele Leute ansehen.
Aber ich will nicht aufgeben, sondern immer wieder etwas Besonderes schaffen.

Stephie:
Ich liebe ja Deine Liveauftritte, weil Du jedes Mal eine unverwechselbare, einmalige Stimmung zauberst. Für mich ist das wie Magie.

Milow:
Wow, danke Dir. Welche Konzerte hast Du gesehen?

Stephie:
Tollwood vor drei Jahren, Zenith, Muffathalle…
Worin liegt für Dich der Unterschied live zu spielen und ein Album zu produzieren?

Milow:
Es ist einfach etwas ganz Besonderes vor den Leuten zu stehen. Ich freue mich schon jetzt riesig auf heute Abend.
Ich weiß wie es das letzte Mal war, und ich liebe diesen Ort hier.
Ich kann es gar nicht erklären. Ich fühle mich auf der Bühne zuhause. Wenn ich auf die Bühne gehe, fühle ich mich als ob ich nach Hause komme.
Nach jedem Konzert ärgert es mich, dass es schon vorüber ist. Es ist ein riesiger Energieschub für mich. Ich sauge die positive Energie vom Publikum auf.
Ich liebe es einfach so sehr live zu spielen und das ist der Grund weswegen ich meine Alben aufnehmen.
„Silver Linings“ ist genau so entstanden. Wir waren in einem Raum und haben live gespielt.
Es fühlt sich einfach sehr, sehr gut an live zu spielen.
Du hast vorhin gesagt, es ist heute wie ein Déjà-Vu für Dich. Für mich ist es genauso. Vor 3 Jahren habe ich noch davon geträumt noch einmal hier auftreten zu dürfen.
Es ist schwer stehen zu bleiben auf einem Level, die Möglichkeit zu bekommen vor so vielen Menschen spielen zu dürfen.

Stephie:
Ich darf Dir keine Details verraten, aber die Fans haben heute noch eine Überraschung für Dich.

Milow:
Oh ja?!? J J J

Stephie:
Bis jetzt, was war die größte Überraschung Deiner Fans?

Milow:
Mmh…das sind alles wunderbare Menschen die meine Musik hören.
Einmal habe ich eine Ukulele geschenkt bekommen. Ich bekomme Karten, Bilder…ich finde es auch toll, wenn sie mir einfach auf Facebook oder Twitter schreiben. Es ist schön, die ganzen Kommentare zu lesen.

Stephie:
Zurück zur Musik, zurück zu Dir und Deinen Fans. Auch sie haben immer wieder Fragen an Dich. Ein paar haben wir mitgebracht:
Hast Du die Fußball Weltmeisterschaft verfolgt?

Milow:
Na klar habe ich Fußball geschaut. Meine Lieblingsmannschaft ist Belgien!!!

Stephie:
Und warst Du auch ein bißerl für Deutschland?

Milow:
Oh ja. Wir haben ja gegen Argentinien verloren, daher war ich glücklich, dass Deutschland gegen sie gewonnen hat.

Stephie:
Was würdest Du tun, wenn während Deinem Auftritt plötzlich der Strom ausfällt?

Milow:
Das ist mir tatsächlich schon einmal passiert. 2007 oder 2008 war das bei einem Solokonzert. Das Publikum war dann ganz still und ich habe einfach weitergesungen. Ein ganz magischer Moment. Aber ich war auch ziemlich nervös.

Stephie:
Wie war es beim Mille Miglia? Welche Eindrücke konntest Du sammeln?

Milow:
So etwas habe ich zuvor noch nie gemacht. Das ist schön, ich kann Sachen machen oder erleben, die ich sonst nicht machen würde. Ich genieße jeden Moment in vollen Zügen. Es war etwas Besonderes.

Stephie:
Und zum Schluss natürlich auch für Dich die Frage – Was ist Deine Lieblingsschokolade?

Milow:
Ich dachte schon, Du fragst mich, ob ich überhaupt Schokolade esse. Ich esse nämlich jeden Tag Schokolade.
Dunkle Schokolade und am liebsten in Kombination mit Rotwein!

 


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