Kreischalarm bei Luca Hänni

Veröffentlicht am 03 Nov ,2012 | von Stephanie Rummel

Kreischalarm bei Luca Hänni

Theoretisch bin ich zu alt… jedenfalls fühlte ich mich mit meinem Mitzwanzigern so, als ich das Eventcenter in Hohenems/Österreich betrat – eine zweckentfremdete Tennishalle. Viele Eltern, große Geschwister, die ihre Kleinsten zu Luca Hänni begleiten. Der Gewinner der diesjährigen DSDS-Staffel ist derzeit auf seiner ersten eigenen Tour und bereist Deutschland, Österreich und seine Heimat, die Schweiz. Chocolate Music hatte ja bereits in München das Vergnügen mit ihm zu sprechen und nun bin ich gespannt, ob er musikalisch wirklich was drauf hat.

Und werde zuerst negativ überrascht. Leider ist die Koordination nicht wirklich gut in der Halle, sodass ich als letzte von 3 Fotografen in den Graben komme – aufgehalten vom Manager persönlich, der ja niemanden in der Nähe von seinem Schützling haben will, der leider aber genau den gleichen Weg zur Bühne hat wie ich und die Sanitäter, die kurzerhand ebenfalls ausgesperrt werden.

Der Gute kann selbstverständlich nichts dafür und so werden in etwas schnellerem Tempo die drei Songs fotografiert, während mein Gehör kurz vor einem Tinitus ist durch die kreischende Teeniemenge hinter mir. Zurück im hinteren Teil der Menge können sich meine Ohren etwas erholen und ich kann den verschiedenen Coversongs lauschen, die er neben seiner ersten eigenen Single „Don’t think about me“ performt. Unter anderem waren es

Das Beste – Silbermond
Wir sind allein – Polarkreis 18
One step Closer – sein Castingsong
The A-Team – Ed Sheeran
Use somebody – Kings of Leon
Beautiful People – Chris Brown
Hero – Enrique Iglesias

Gesanglich hat Luca Hänni vollstens überzeugt. Leider ist es mehr als schade, dass er außer „Don’t think about me“, das er als Zugabe noch akustisch performt hat, nur wenige eigenen Songs spielte  (z.B. The two of us, I will die for you). Doch die Coversongs wurden allesamt sehr gut gesungen und teilweise von ihm mit Gitarre und Klavier begleitet, ebenso gab er ein kleines Drumsolo zum Besten. Sehr süß war die Aktion einen Fan auf die Bühne zu holen und ihr einen Song zu singen. Das arme Mädchen wusste gar nicht wie ihr geschieht, als sie sich erst in Lucas Armen wiederfand und dann auf einem Stuhl Platz nahm und ihrem Star so nahe sein konnte wie wohl sonst nie. Zitternd und mit Tränen in den Augen hielt sie die Wasserflasche und bekam es nicht einmal mehr wirklich mit wie sie noch ein Abschiedsgeschenk von ihm bekam.

Alles in allem kann man sagen, dass es durchaus ein netter Konzertabend war, auch wenn man sich für Ohropax entscheiden sollte aufgrund des Kreischalarms, der dazu führte, dass man an einzelnen Stellen keine Chance hatte Lucas Stimme raushören zu können. 

Ich bin gespannt und hoffe, dass er sich länger als ein Jahr im Musikbusiness halten kann.

Luca Hänni (06.10.2012): Interview

Luca Hänni
Fotos: Stephanie Rummel


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