ISABELL SCHMIDT: Es steht schon eine Idee…

Veröffentlicht am 30 Jul ,2013 | von Stephie Rupprecht

ISABELL SCHMIDT: Es steht schon eine Idee…

Stephie (Chocolate Music):
Herzlich Willkommen in München!
Als ich Dich das letzte Mal in der bayrischen Hauptstadt gesehen habe, standest Du nicht weit von hier auf der Bühne der Münchner Olympiahalle. Gemeinsam mit den anderen Kandidaten von The Voice of Germany.
In der Zwischenzeit ist Einiges passiert…aber trotzdem möchte ich zunächst einen kleinen Schritt in die Vergangenheit wagen:
Musik war schon immer ein Teil Deines Lebens und obwohl Castingshow bis heute einen zwiespältigen Ruf haben, hast Du Dich für The Voice of Germany entschieden.
Bist Du auch heute noch glücklich und zufrieden mit der Entscheidung bzw. froh, dass Deine Schwester Dich dort angemeldet hat?
 

Isabell Schmidt:
Also wenn ich nicht mitgemacht hätte, wäre ich jetzt nicht da, wo ich bin.
Natürlich gibt es, wenn man ganz, ganz viel Glück hat, auch die Möglichkeit, dass man es „alleine“ schafft in die Öffentlichkeit zu kommen. Aber diese Chance, dass es so klappt, ist sehr gering. Von daher finde ich es gerade auch in dem Punkt, da The Voice eine hochwertige Castingshow ist, nicht verwerflich daran teilzunehmen. 
 

Stephie:
Hättest Du auch bei einer anderen Castingshow teilgenommen? 

Isabell:
Nein, ich hätte bei etwas Anderem  nicht mitgemacht.  

Stephie:
Wenn Du zurück denkst an die Zeit bei The Voice, was war der schönste und emotionalste Moment für Dich persönlich? 

Isabell:
Das Duett mit Kevin in den Battles und natürlich zum Schluss mit Birdy im Finale! 

Stephie:
Was war die größte Veränderung für Dich, die Du seitdem erlebt hast bzw. was hat sich alles verändert? 

Isabell:
Ich übe meinen normalen Job nicht mehr aus. Den habe ich jetzt auf Eis gelegt.
Ich habe mein Album gemacht.
Und das ich jetzt auch einfach mit Nena unterwegs bin. Was ja schon nicht ohne ist. Es kommt langsam alles ins rollen. 
 

Stephie:
Wie gefällt Dir das Tourleben? 

Isabell:
Es ist ganz angenehm!  

Stephie:
Du hast Dich für das Team von Nena entschieden. Nachdem sich nun aber die Jury etwas verändert hat –Würdest Du Dich wieder für dieses Team entscheiden? 

Isabell:
Man weiß ja vorher nie, wie es im jeweiligen Team ist. Für mich war es aber das perfekte Team, weil man so ein bisschen „umsorgt“ wird. Das brauche ich so für mich, daher ist das ganz wichtig und würde es noch mal genau so machen.
Alles perfekt gelaufen! 
 

Stephie:
Was hast Du von Nena alles mitnehmen können? 

Isabell:
Ein bisschen entspannter mit Allem umzugehen.
Sich nicht zu vergleichen, was die Musik betrifft. Auch wenn es eine Castingshow ist, ich weiß, geht es ja doch darum, wer ist „besser“ und wer ist „schlechter“, aber da gibt es kein besser und schlechter in der Musik.
Und wenn es mal stressig wird, dass man immer wieder zu sich selber finden sollte und sich seine Zeit einräumt.
Das sind ziemlich gute und hilfreiche Tipps! 

Stephie:
Zwischen Euch Kandidaten, sind da auch richtige Freundschaften entstanden?
Hast Du noch Kontakt zu Jemandem? 

Isabell:
Kevin Staudt ist jetzt in meiner Band. Als Gitarrist und Zweitstimme.
Sami Badawi, Brigitte und so. Doch mit denen schreibe ich noch regelmäßig. Michel.  

Stephie:
Es sind also doch Freundschaften entstanden… 

Isabell:
Ja schon. Es ist nur schade, weil alle so verstreut wohnen. Da ist es mit Treffen immer schwierig. Aber zum Glück gibt es ja Internet und das klappt schon.  

Stephie:
Welche positiven oder vielleicht sogar negativen Erinnerungen hast Du selbst, wenn Du an Dein Auftritt in der Münchner Olympiahalle zurück denkst? 

Isabell:
Insgesamt gesehen an die ganze Tour, da gibt es nichts Negatives! Es ist ja schon mal echt krass, so als „Anfänger“ vor so vielen Menschen zu stehen und in einer so großen Halle zu spielen. Das ist schon mal nicht schlecht! Also durchweg positiv!  

Stephie:
Weg von der Castingshow hin zu Dir und Deinem Album…
Wann hast Du die fertige Platte das erste Mal in den Händen gehalten?
 

Isabell:
Ja, da war ich zuhause und habe ein Paket bekommen.
Ich denk so „Was ist das??? Wieso steht da mein Name drauf?? Es ist so schwer…“
Das war ganz schön abgefahren. Das ist irgendwie merkwürdig, weil man sich nicht vorstellen kann, dass das was man da gerade in den Händen hält, auch andere Menschen kaufen können. Das im Auto hören oder zuhause. Das ist irgendwie ein bisschen absurd! Merkwürdig!
Aber Cool! Auf jeden Fall!  

Stephie:
Bist Du dann auch selbst losgezogen und hast geschaut, wo es steht? Hast es vielleicht selbst auch noch mal gekauft?  

Isabell:
Ich hatte nicht ganz so die Zeit, aber ich bin dann bei uns, ein paar Tage nach Veröffentlichung, in MediaMarkt gegangen und hab dann geguckt. Da stand ich dann tatsächlich!
Da lief dann ein kleines Mädchen von drei Jahren. Hat mich erkannt „Mutti, Mutti. Da ist Isabell!“ Das war cool! 
 

Stephie:
Hast Du Dich auch selbst schon im Radio gehört? 

Isabell:
Ich habe es über Internetradio, so ein Stream, gehört. Aber so richtig, dass ich im Auto gefahren bin, leider noch nicht. Darauf warte ich noch!  

Stephie:
Dein Album hat mich mehr als positiv überrascht. Wie zufrieden bist Du selbst mit der Platte? 

Isabell:
Ich bin super happy, dass ich jetzt die Chance habe bzw. hatte ein Album zu machen! Davon träumst Du ja. So richtig professionell. Das hat man ja nicht alle Tage.
Und bisher sind die Rückmeldungen doch sehr positiv. Was mich natürlich freut.
Es ist schön, wenn es positive Rückmeldungen gibt. 

Stephie:
Gibt es auch negative Kommentare? 

Isabell:
Ich forsche jetzt nicht im Internet nach irgendwelchen Kritiken. Ich besinne mich da eher auf meine Facebookseite oder wenn ich eben angesprochen werde. Da kam nichts Negatives. 

Stephie:
Als ich den Longplayer das erste Mal gehört habe, konnte ich nicht glauben, dass die Songs von einer so jungen Musikerin und noch dazu Castingshowteilnehmerin sind.
Wie und wo kommen Dir die Ideen für die Texte und Melodien?
 

Isabell:
Das ist eigentlich spontan.
Ein paar Songs gab es ja schon länger, die waren schon älter. Da konnte ich dann sagen, ich hab da noch etwas rumliegen.
Und ansonsten ist es einfach cool gewesen, alleine im Studio zu sein mit Derrick, dem Produzenten, zu arbeiten. Lässt einen so ein bisschen sprudeln.
Er hat da so alles an Instrumenten, was man sich so vorstellen und wünschen kann.
Wenn er dann nicht da war oder beschäftigt war, konnte ich da rumklimpern und machen wie ich wollte. Da kommt irgendwie eines ins andere.
 

Stephie:
„Kopfkino“ ist eines meiner Lieblingsstücke. Hast Du einen Lieblingstrack? 

Isabell:
Mein Lieblingssong ist „Im Juli“! 

Stephie:
Warum genau dieser Song? 

Isabell:
Weil das momentan der emotional Song für mich ist.  

Stephie:
Am heutigen Tag findet der Münchner Sommernachtstraum statt.
Hast du schon einmal davon gehört und weißt was Dich heute hier erwartet?
 

Isabell:
Nein, habe ich noch nicht.
Ich bin schon gespannt. Ich habe gehört, dass es ein großes Feuerwerk gibt. Es soll wohl gigantisch sein.
Ich bin vorhin schon an diesem Stadion vorbei gefahren und bin total gespannt, wie es von innen aussieht! Es soll ja riesig sein. 
 

Stephie:
Kommt dann auch schon etwas Aufregung hoch oder bist Du vor einem Auftritt relativ cool? 

Isabell:
Also jetzt gerade noch nicht. Wenn ich dann aber vor Ort bin und mir das angucke. Ich diese Ausmaße sehe, dann kann es durchaus passieren, dass man nasse Hände bekommt.
Aber ich bin ja in guten Händen, in guter Gesellschaft. 
 

Stephie:
Gesellschaft ist ein gutes Stichwort. Dieses Jahr ist es ja eine interessante Zusammenstellung an Künstlern. Auch Heino und Scooter werden da sein.  

Isabell:
Habe ich gehört.  

Stephie:
Wie findest Du die Mischung Scooter – Heino – Nena? 

Isabell:
Es ist jetzt von beiden nicht so meine Musik, meine Musikrichtung. Aber Geschmäcker sind verschieden. Und warum nicht…es könnte ja durchaus lustig werden.  

Stephie:
Auf was dürfen wir uns musikalisch heute bei Dir freuen? 

Isabell:
Das wird sich auch noch herausstellen. Werden wir uns noch überlegen, wie das läuft. Das Set ist heute ja etwas kürzer als sonst, deswegen schauen wir, dass wir entweder „Ok“ oder „Heimweh“ spielen.
Entweder oder, das ist hier die Frage!  

Stephie:
Anfang Oktober geht es dann mit Deiner eigenen Tour los.
Laufen da schon die Vorbereitungen für?
 

Isabell:
Momentan war es zeitlich gar nicht möglich, groß etwas vorzubereiten. Die Jungs wohnen auch ziemlich weit weg, also die Band, aber die sind echt gut. Sie kommen von der Popakademie, da kann man sich schon drauf verlassen. Wenn man das geprobt hat, dann macht man das noch mal ein paar Tage vorher. Dann haben die das drauf. Das läuft. Da mache ich mir keine Sorgen.  

Stephie:
Steht schon ein Support fest? 

Isabell:
Es steht schon eine Idee… 

Stephie:
Wenn Du an Deine eigene Tour denkst, kommt da Nervosität auf?
Es ist ja doch etwas Anderes…
 

Isabell:
Schon.
Es ist spannend irgendwie. Man weiß ja nicht wie viele kommen. Kommt überhaupt jemand. Das kann man ja noch nicht wissen, von daher ist das schon etwas anderes.
Hier bin ich ja so ein bisschen eingebettet in das Ganze und hier kommen die Leute definitiv. Zu Tausenden.
 

Stephie:
Auf was freust Du Dich am Meisten, wenn Du an Deine eigene Tour denkst? 

Isabell:
Das es eben meine Tour ist und die Leute dann wegen mir da sind.  

Stephie:
Gibt es einen Song, auf den Du Dich ganz besonders freust, ihn endlich live präsentieren zu dürfen? 

Isabell:
Ich spiele alle meine Songs gerne. Und alles ist neu für uns. Das ganze Album ist neu.
Aber sicherlich, wenn ich mich festlegen muss, „Im Juli“! 

Stephie:
Außer der Tournee, was steht sonst noch an? Was sind Deine Pläne? 

Isabell:
Erstmal lasse ich die Tour auf mich zukommen.
Ich habe so ein bisschen für mich gelernt im Hier und Jetzt zu sein. Was morgen oder übermorgen ist, kommt dann. Mal gucken. 

Stephie:
Gibt es einen Traum, den Du Dir musikalisch unbedingt erfüllen möchtest? 

Isabell:
Es wäre schon einmal cool mit Bonnie Raitt zu spielen. Die ist so abgefahren. Die ist so cool. Das wäre noch mal toll.
Und nach Amerika möchte ich…wenn ich groß bin!  

Stephie:
Was ist Deine Lieblingsschokolade? 

Isabell:
Eigentlich esse ich nicht so viel Schokolade! Aber diese weiße Schokolade mit Nüssen drinnen und diesen Knusperdinger. Die find ich so lecker.


Schlagwörter: , , , , , ,


Infos zum Autor


Back to Top ↑