INA MÜLLER: Das dicke, dampfende, kleine Biokraftwerk!

Veröffentlicht am 14 Apr ,2014 | von Stephie Rupprecht

INA MÜLLER: Das dicke, dampfende, kleine Biokraftwerk!

11. April 2014 – München, Olympiahalle

Mit 48 Jahren könnte sie einfach ein Konzert spielen. Von Hamburg nach München kommen und ihre Lieder präsentieren. Sie kann aber nicht einfach ein Konzert spielen, nur singen. Nein, eine Ina Müller muss quatschen und ihre Meinung kundtun!
Aber genau das macht es aus, macht den Abend in der Münchner Olympiahalle zu etwas wirklich Besonderem. Etwa 8.500 Besucher gehen gut gestimmt und Vollendens zufrieden nach knapp 2,5 (!!!) Stunden Show nach Hause!

Soeben wurde Ina Müller mit dem ECHO in der Kategorie Künstlerin Rock/Pop National ausgezeichnet, in München zeigt sie dem Publikum deutlich, warum sie diesen Preis mehr als verdient hat.

Es ist eine Mischung aus Musik und Comedy, was Ina Müller in ihrem zweieinhalbstündigen Auftritt präsentiert. Bereits auf ihrer aktuellen Platte „48“ gibt sie uns musikalisch sehr persönliche Einblicke in ihr Leben, mit kleinen Geschichten, wie Ina nachts vor dem Kühlschrank sitzt oder das ihr Körper der Jakobsweg für das Wanderfett ist, verfeinert sie das Ganze am heutigen Abend noch.  

Wenn schwimmen doch angeblich schlank macht, warum sind Wale dann so dick?!?
Weshalb hat Saure Sahne ein Verfallsdatum?!? Und warum stinken Fische, wenn man sie aus dem Wasser nimmt, wenn sie doch ihr Leben lang baden?!?
Fragen über Fragen, die Ina besonders gerne kommen, wenn sie am Flügel das Nichtstun übt. Aber was ganz klar ist, Schokolade ist Obst. Schließlich wachsen Kakaobohnen an Bäumen!

Aber auch musikalisch zeigt Ina uns ihr Talent. Ihre unzähligen Songs präsentiert sie gut gelaunt singend, tanzend oder auf dem Klavier sitzend und liegend.

Ein ganz persönliches Schmankerl, wie der Bayer sagen würde, sind die Songs, die uns Ina auf ihrer „Muttersprache“ Plattdeutsch präsentiert.

Zwei Jahre hat sie sich auf diesen Abend gefreut und wurde nicht enttäuscht. Wir wurden es auch nicht und sind wieder einmal hin und weg von Deutschlands dickem, dampfendem, kleinem Biokraftwerk Ina Müller!

 

Ina Müller
Fotos: Stephie Rupprecht


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