Ein grandioses Line-Up für Fans härterer Musik

Veröffentlicht am 04 Feb ,2017 | von Patricia Markert

Ein grandioses Line-Up für Fans härterer Musik

  1. Februar 2017 – Berlin, Columbiahalle

Wir haben einen kühlen Freitag Abend Anfang Februar 2017 in Berlin.

Ein grandioses Line-Up für Fans härterer Musik ruft: Moose Blood, Neck Deep und A Day To Remember spielen in der vollen Columbiahalle.

Als ich ankomme, spielen MOOSE BLOOD leider schon. Ich sage „leider“, da ich die Band super finde und das, was ich live höre auch sehr gut finde. Gerne hätte ich mehr gesehen. Das Einzige woran sie noch etwas arbeiten müssten, sind ihre Ansagen. Aber wenn es der einzige Punkt ist, möchte ich gar nicht meckern.

Bereits um 19:45 Uhr steht der zweite Support NECK DEEP auf der Bühne die das Publikum von Anfang an im Griff haben. Viele textsichere Leute sind auch zu erkennen. Die Fans fordern Circle Pits mit lauten Rufen. Darauf Sänger Ben: „If you feel a Circle Pit… just do it“. Das klappte zwar nur semi-gut aber die Ansage war super. Etwas irritierend ist ihr neuer Freund Carl (eine lebensgroße Puppe die während der kompletten Show auf den Verstärkern sitzt). Was das soll, woher sie ihn haben und warum überhaupt kann ich Euch nicht beantworten. Sagen kann ich auf jeden Fall, dass sie (wie ja sonst keine Band) Berlin über alles lieben. Das Publikum freut sich, wenn sie die Band bald wieder sehen.

Nach einer sehr unterhaltsamen Umbaupause mit musikalischer Untermalung von Lil Jon und den Backstreet Boys geht es zu 21 Uhr los. Wie zu erwarten starten A DAY TO REMEMBER direkt mit einem Konfettiregen. Direkt zu Beginn fällt die fette Produktion auf die mit zwei Leinwänden, viel Licht und Konfetti stark an Bring Me The Horizon erinnert.  Vor dem Drumset sind dekorativ Uhren und TV-Geräte verbaut. Satt sehen kann ich mich persönlich nicht an solchen Bühnenbildern. Nachdem die Crowdsurfer gefordert werden, sind auch gute Fänger dran. Ein Crewmitglied kommt mit einer Art Pistole auf die Bühne und schießt T-Shirts ins Publikum. Kein schlechtes Give-Away. Zur allgemeinen Beschäftigung folgen Bälle mit denen nach Lust und Laune gespielt werden kann. Langweilig wird einem bei einer Show der Amerikaner auf keinen Fall. Sänger Jeremy nimmt fleißig den Kontakt zum Publikum auf und winkt was das Zeug hält. Die Setlist lässt auch keinen Wunsch offen: von Paranoia, All I Want, Have Faith In Me, Bad Vibrations ist bis The Downfall Of Us All alles dabei.

Bei „Homesick“ werden auf den Leinwänden schöne Bilder der Heimat gezeigt. Das bewirkt bei mir eher Roadsick. Das verrückte Publikum bekommt es sogar hin, Jeremys Wunsch nachzukommen: „Crowdsurfing on top of a crowdsurfer“ klappt. Ganz am Ende bekommt es ein Fan hin und steht auf dem noch tapferen liegenden Crowdsurfer für etwa eine halbe Minute. In einer kurzen Songpause läuft eine Zeile auf den Leinwänden „Please stand By While We Change Our Guitars“. Super kreativ und unterhaltsam. Diesen Moment ziehen sie nicht übertrieben in die Länge. Es unterhält, mal wieder alles richtig gemacht, ADTR. Niemand kann akzeptieren, dass nach „The Plot To Bomb The Panhandle“ schon Schluss ist. Bereits 22 Uhr ist der Hauptteil vorbei. Nicht überraschend kommen die „One More Song“-Rufe und die Band spielt „It means a lot to you.“ akustisch. Sehr schöne Stimmung bevor es mit „All Signs Point To Lauderdale“ und „The Downfall Of Us All“ in der letzten Runde noch mal hart wird und alles gegeben werden kann. Beendet wird das Konzert mit einem langen Konfettiregen. Was diese kleinen Schnipsel mit Erwachsenen machen können ist immer wieder erstaunlich. Auch im letzten Teil werden wieder Shirts ins Publikum befördert. Wodurch noch mehr glückliche Zuschauer nach Hause gehen.

Eine A Day To Remember Show ist und bleibt energiegeladen, unterhaltsam und musikalisch hochwertig. Daher absolut empfehlenswert.


Schlagwörter: , , ,


Infos zum Autor


Back to Top ↑