DANIEL WIRTZ: ECHT NETTER TYP!!! ;)

Veröffentlicht am 27 Sep ,2015 | von Stephie Rupprecht

DANIEL WIRTZ: ECHT NETTER TYP!!! ;)

  1. September 2015 – München, Muffathalle

Stephie (Chocolate Music):
Herzlich Willkommen in der Stadt, in der seit heute wieder einmal Ausnahmezustand herrscht…

Daniel:
Ja, aber nicht wegen mir ;)

Stephie:
Wer weiß. Also ein paar Fans stehen ja schon vor der Halle…

Daniel:
Ja, aber ist wohl eher wegen Oktoberfest…

Stephie:
Wir kommen später nochmal zum Oktoberfest zurück, jetzt erst einmal zu Dir. Wie auch ich, haben Dich sehr viele Leute erst beim Tauschkonzert als Künstler wahrgenommen.
Wie würdest Du Dich selbst, in drei Worten beschreiben?

Daniel: (sprachlos)
…in drei Worten???
Hat das jemals Jemand geschafft, sich in drei!!! Worten zu beschreiben???

Stephie:
Ja…

Daniel: (immer noch sprachlos ;) )
…oh Gott, oh Gott, oh Gott…
Du, die Frage stelle ich mal nach hinten…

Stephie:
Dann kommen wir also erst mal zum Tauschkonzert:
Mich hast Du mit Deiner Version von „Wenn sie diesen Tango hört“ mehr als geflasht.
Mit was hast Du Dich selbst am meisten geflasht während der Zeit beim Tauschkonzert?

Daniel:
Das fängt schon damit an, dass ich der Außerwählte war und mitkommen durfte.
Das was ich musikalisch normalerweise mache, findet ja eher unter dem Radar statt und ist jetzt auch nicht so massentauglich. Deswegen war ich überrascht, dass Xavier Naidoo gesagt hat, den will ich unbedingt dabei haben. Also damit fing das schon mal an…
Dann natürlich die anderen Leute dort kennenzulernen, die ganze Nummer in Südafrika. Das Land, das waren so viele Eindrücke.
Wir wurden ja auch täglich gefragt, „und wie fandest Du es gestern?“ – mein Gehirn war dafür ein bisschen zu klein, um das alles zu verpacken. Da war einfach auf einmal so viel anders. Diese ganze Reise & das Miteinander, das war schon extremst beeindruckend und hat ziemlich geflasht.
Würde ich auch jeder Zeit wieder machen!!!

Stephie:
Sind die Eindrücke denn mittlerweile verarbeitet?

Daniel:
Ich habe es mir mittlerweile in Ruhe im Fernsehen angesehen…
Man hat zwar etwas vom Land gesehen, und die, die clever waren, sind auch noch zwei Wochen länger geblieben. Das heißt, dass ich nicht clever genug war … oder anders, ich war mitten im Endspurt mit meiner Platte, jeder Tag im Studio hat gezählt und so musste ich leider wieder zurück.
Aber da hätte ich natürlich gerne noch ein bisschen Erdkundeunterricht gemacht. Diese ganze Landschaft, das ist einfach so unglaublich. Und ich glaube nicht, dass ich da so kurzerhand nochmal hinfliegen werde.
Aber ich kann jedem nur raten, der in den nächsten Staffeln dabei ist, zwei Wochen für das Land noch dranzuhängen.

Stephie:
Dein neues Album „Auf die Plätze fertig los!“ mit dem gleichnamigen Song, eröffnet die Platte. Eröffnet er auch diesen Abend in der Münchner Muffathalle?

Daniel:
Dafür wurde er geschrieben, JA.

Stephie:
Wie hast Du ansonsten die Setlist zusammengestellt? Wie viel ist neu und wie viele Hits kennen vielleicht nur Deine langjährigen Wegbegleiter?

Daniel:
Aus 14 Konzerten Erfahrung kann ich sagen, das sowohl die „Neuen“ wie auch die „Alten“ textsicher sind. Man konnte bis jetzt nicht ausmachen, wer „neu“ und wer „alt“ ist, weil sowohl als auch jeder Song mitgeschrien wurde. Egal wie tief ich in die Kiste gegriffen habe, wurde einfach lautstark mitgesungen. So das ich teilweise das Gefühl hatte, es sind gar keine „neuen“ Leute da.

Stephie:
Welcher Song flasht live zur Zeit am Meisten? Macht Dir am Meisten Spaß auf der Bühne?

Daniel:
Jeder Song hat so seinen magischen Moment!
Das ist von Stadt zu Stadt anders, oder auch von der Tagesform der einzelnen Personen. Jeder hat ja seinen persönlichen Bezug zu den Songs. Es gibt die, die bei „Keine Angst“ Pipi in den Augen haben oder den Mopp, der bei „LMAA“ Lust hat abzupogen.
Ich habe die Setlist jetzt so ausgesucht, dass man einfach Songs Zuhause lässt, die man die letzten 8 Jahre eh immer gespielt hat. Habe dann geguckt, dass man andere Songs mal wieder spielt, die genauso spielenswert sind. Das aber auch die Leute, die seit 8 Jahren dabei sind, eine Überraschung erleben und denken „Ach komm, geil! Den hat er ewig nicht mehr gespielt“.
Aber Schwerpunkt ist natürlich das neue Album. Das wird komplett gespielt und dann gibt es nochmal etwas mehr als 12 Songs, so 13 oder 14 Songs – die Hits.

Stephie:
MANTRA: „…wenn’s noch nicht gut ist, auch noch nicht zu Ende ist…“
Viele haben Dich ja, wie schon erwähnt, noch nicht so wahrgenommen, wie sie es heute tun. War das ein Grund für Dich, bei Xavier Naidoo mitzumachen oder wie kam es zu Deiner Teilnahme beim Tauschkonzert?

Daniel:
Ich habe ja eine Booking-Firma…oder nein, ich fange vorne an:
Es gab in der ersten Staffel sowohl vor wie auch hinter der Kamera Leute, die ich sehr, sehr gut kenne. Die meinten, „Hey, guckt Dir das mal an. Ein unglaublich geiles Format. Ich weiß, Du gehst nicht gerne ins Fernsehen, Du bist da gebrannt…aber guck Dir das mal an!
Ich habe es mir angeguckt und es tierisch abgefeiert. Von der Art und Weise.
Durch die Blume habe ich dann Bescheid gesagt „Wenn ihr da in die zweite Runde geht, dann könnt ihr gerne mal meinen Namen fallen lassen“.
Ich weiß nicht, ob das letztendlich der ausschlaggebende Punkt war oder nicht.
Als es letztendlich dann hieß, dass es in die zweite Runde geht, hat meine Booking-Firma an das Management von Xavier geschrieben, die kennen sich ja alle untereinander, „also der Daniel Wirtz, der wäre doch ein bomben Kandidat für die Nummer…
Dann kam zurück „an den haben wir auch schon gedacht“.
Für mich, was das dann so „Wow, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet!!!“ .
Letztendlich hat Xavier dann den Joker gespielt und gesagt, den will ich haben.

Stephie:
Gute Entscheidung!

Daniel:
Das hätte auch nach hinten losgehen können, von daher ist es natürlich sehr schön, dass es am Ende so aufgegangen ist.

Stephie:
FREITAG ABEND: Der Freitag ist zwar bereits rum, aber dafür ist der heutige Samstag in München und der Welt etwas ganz Besonderes: O’Zapft is!!!
Wie findest Du die Wiesn und warst Du schon einmal dort?

Daniel:
Ich war als Kind mal mit meinen Eltern da. Da war ich vielleicht 6 oder 7 Jahre. Es gibt so ganz verschwommene Erinnerungen an das Spektakel. Ansonsten kenne ich nur die Bilder aus dem Fernsehen.

Stephie:
Reizt es Dich den Mal, dort vorbeizuschauen?

Daniel:
Da wo Massen sind, findet man mich eher selten. Aber ich steh schon so auf alles, was es da sowohl zu trinken, als auch zu essen gibt J
Heute ist auch die komplette Crew und Mannschaft ausgestrahlt in die Stadt. Der eine wollte die Weißwurst, der andere den Leberkäs.

Da hat man schon ne Menge Spaß…ich bin ja auch kein Fan von Karneval, aber wenn man in Köln ist und die ganze Stadt ist Karneval und im Ausnahmezustand, dann macht das Sinn.
Genauso finde ich das Oktoberfest. Wenn es in Japan stattfindet, total lächerlich. Aber wenn man hier in der Stadt ist, dass zieht dich sofort in seinen Bann.
Du siehst nur Leute in Tracht, total aufgestrapst und mit einem lachenden Gesicht. Die alle auf die Wiesn strömen. Dann bekommt man schon das Gefühl, man muss sich jetzt so eine Hose holen und auch nochmal dahin rennen.
In ner Jeans kommt man sich ja total bescheuert vor.
Das ist so ein Phänomen, ähnlich wie in Köln der Karneval, ist das halt hier das Oktoberfest.
Wenn ich hier leben würde, wäre ich wohl jedes Jahr da.

Stephie:
Was ist Dein Lieblingsbier?

Daniel:
In der Tat kommt es aus Bayern: Augustiner wird bei mir total abgefeiert!!! Das Helle!
Der Schlagzeuger Fifa bekommt da auch ein Leuchten in den Augen, wenn er irgendwo eine Flasche Augustiner sieht.
Ich habe sogar den Frankfurter Kiosk direkt neben mir, solange bequatscht, da gibt es jetzt auch Augustiner! Läuft wie Hölle, es gibt auch Fans in Frankfurt, die die bayerische Braukunst zu schätzen wissen.

Stephie:
ICH WEIß ES NICHT: Was weißt Du noch von Deinem letzten Münchenbesuch?

Daniel:
Das letzte Mal war in der Tat auch hier in der Muffathalle. Und es war wunderschön. Das war bestuhlt und ich habe mir damals beim bestuhlten Publikum schon gedacht, „wow, es wäre bestimmt extremst geil, wenn man das mal in laut und rockig bespielt!!!
Und heute ist es so :)
Da werde ich mir das mal angucken.
Ich glaube, das ist schon eher der Laden, wo mal laut spielt, als das man es bestuhlt macht.
Aber selbst bestuhlt, war es Killer. Dementsprechend kann ich mit nur in etwa ausrechnen, was heute passieren könnte…

Stephie:
WENN DU WILLST:
Yoga, Dein Auto verkaufen, im Kirchenchor singen, Geld verbrennen, Fan von Justin Bieber werden, die Klitschko-Brüder verhauen, Volksmusik hören, ein Hemd voller Kotze tragen, Fußball in Birkenstock spielen, Gartenzwerge kaufen…und was uns Münchner natürlich freut, sich über ein Bayern-Tor freuen ;)
Was hast Du mittlerweile eingelöst?

Daniel:
Also eigentlich…naja…noch gar nichts :P

Stephie:
Heute noch nicht mal über das 3:o für uns gefreut??? ;)

Daniel:
:D
Du nee, pass auf, pass auf…Fußball…also das Schöne an Musik ist ja, man kann von Rostock nach Magdeburg fahren, da spielen sie zur Zeit in der dritten Liga. Ich war an einem Tag in dem einen Nest Willkommen und am nächsten Tag im anderen. Da werde ich jetzt einen Teufel tun, und eine Kerbe reinschlagen…ABER ich kann dazu sagen: Als ich klein war, 4 Jahre, war ich ein totaler Fan von Karl Heinz Rummenigge, und habe sogar eine Autogrammkarte! Liegt zwar irgendwo bei meinen Eltern, aber Karl Heinz Rummenigge war mein Held!!! Ich hatte auch sein Trikot an und das war natürlich Bayern München. Also als Kind war ich hier ;)

Stephie:
Und was würde am schwersten Fallen, von deiner TO DO Liste abzuarbeiten?

Daniel:
Ich habe da alles hingestellt, was schier unmöglich ist.

Stephie:
Deine Konzerte sind mittlerweile so gut wie alle restlos ausverkauft…München seit Mitte Juli.
Auch wenn es seit zwei Tagen raus ist, hat es vielleicht noch nicht jeder mitbekommen:
Wann wirst Du wieder kommen?

Daniel:
Oh in der Tat habe ich vor zwei Tagen einen Einladung zum Tollwood Festival gekriegt!
14. Juli 2016
Ich kenne es von vielen, die schon dort waren und immer davon geschwärmt haben. Heute habe ich auch zwei Verantwortliche davon kennengelernt und gesagt, dass ich es total abfeiere, dass ich dort sein darf. Es muss unglaublich sein. Ich glaube ich nehme direkt noch zwei Tage frei, weil es eine Menge Spaß macht, da rumzurennen. Von meiner Crew waren da auch schon welche und meinten, das wird total schön.

Stephie:
Dann zum Schluss auch an Dich die Frage – Was ist Deine Lieblingsschokolade?

Daniel:
Ich bin auf jeden Fall so ein zart-bitter-Typ!

 

Daniel: (freudestrahlend und mächtig stolz)
Fürs Logbuch, mir ist da jetzt noch etwas eingefallen – mich in drei Worten:
ECHT NETTER TYP!


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