Blue – And WE can’t breathe easy…

Veröffentlicht am 06 Jun ,2013 | von Inge Chwolik

Blue – And WE can’t breathe easy…

Eine Vorband gab es nicht, und das war wohl der Grund, dass die Zeit sich ewig hinzuziehen schien, bis endlich um 20.30 Uhr die vier Jungs von Blue auf die Bühne traten. Das – wie zu erwarten – fast ausschließlich weibliche Publikum Mitte zwanzig/Anfang dreißig durfte gespannt sein.

Es gab gleich einen fulminanten gesanglichen Auftakt: Gleich zu Beginn sangen Blue den traurigen Lovesong „Sorry“, und dann kam schon der Titel, den ich sehnlichst erwartet hatte: „Breathe Easy“. Wahnsinn! Eines ist klar: wenn diese vier Männer, die jeden Frauengeschmack mühelos bedienen können, mit ihren schönen Stimmen diese Schnulze zum Besten geben, fällt es auch den Zuschauern nicht mehr leicht, „easy“ zu atmen! Da singen sogar die nicht sehr zahlreich erschienenen Männer im Publikum mit (wirklich!).

Der Abend hält, was er verspricht: einen Ausflug zurück in die Boygroup-Hoch-Zeiten: Neben dem obligatorischen Gekreische der Fans geschah auf der Bühne kaum etwas ungeplant, die Choreographien saßen und die (auch schon über dreißig Jahre alten) Sänger waren sich für keine Bewegung zu schade: seien es Schnippen, Tanzen oder große Gesten passend zum Text. Dunc, Ant, Lee und Simon wissen, wie sie ihre Fans begeistern können! Akribisch achten die Sänger auf den Sitz ihrer Frisur und es wird fleißig mit den Fans geflirtet, wobei Dunc eindeutig am fleißigsten ist!

Schon vor zehn Jahren waren die vier in Deutschland, und kamen 2011 zum Eurovision Song Contest zurück, nach Düsseldorf. Augenzwinkernd erzählen Blue von ihrer damaligen Niederlage im Contest mit dem Titel – welch Ironie! – „I Can“, der dann zumindest in den deutschen Charts noch den siebten Platz erreichte, und performen diesen dann. Immer wieder betonen die vier, wie wichtig ihnen die deutschen Fans sind und die diese nehmen die Komplimente dankbar an. Das die „deutschen Würste“ ebenso einen Anteil an ihrer Rückkehr hierher haben, geben die vier gerne zu J Auch der Besuch bei Heidis Mädels während der diesjährigen GNTM-Staffel wird, gespickt mit witzigen Kommentaren, erwähnt.

Nach „I Can“ verschwinden Ant, Dunc, Lee und Simon hinter der Bühne, um ihre Hemden und Jacketts nun gegen Kapuzenpullis und lässigere Outfits zu wechseln. Rappend springen sie dann auf die Bühne und es folgen ein paar schnellere Songs, die auch mehr Körpereinsatz seitens der Sänger und des Publikums erfordern. Der Rhythmus wird deutlich beschleunigt und spätestens jetzt kocht die Theaterfabrik. Keiner kann sich der Party-Stimmung entziehen und alle singen, springen und schwitzen mit. Und als Blue dann als Teil der Zugabe auch noch den Song „Your Sex is on Fire“ von den Kings of Leon (mit ihren tollen Stimmen ein wahrer Ohrenschmaus) zum Besten geben, drehen alle durch.

Zusammenfassend lässt sich besten Gewissens sagen: Wenn die vier Sänger von Blue eins können, dann ist das: singen (und dabei noch gut aussehen)!

 

Setlist
          „Sorry“
          „Breathe Easy“
          „You Make Me Wanna“
          „Break My Heart“
          „Best In Me“
          „Treat Me Like A Fool“
          „Long Time”
          „I Can”
          Remix (Band)
          „All Rise”
          „Too Close”
          „Fly By”
          „Bubblin”
          „We Got Tonight”
          „Guilty”
          „If You Come Back”
          „Hurt Lovers”
          „Curtain Falls”

 

Zugabe
          „Without You”
          „One Love”
          „Sing For Me”


Blue

Fotos: Stephie Rupprecht


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