Andreas Kümmert Superstar

Veröffentlicht am 25 Apr ,2014 | von Patrick Schmidt

Andreas Kümmert Superstar

Der „The Voice Of Germany“ – Gewinner hat heute harte Konkurrenz. Zum Einen das tolle Biergartenwetter und zum Anderen das Champions League Spiel des FC Bayern München. Dazu kommt der Veranstaltungsort – die Muffathalle, welche für ein Sternchen wie Andreas Kümmert eigentlich etwas überdimensioniert scheint. Doch allem Zweifel zum Trotz finde ich die Konzerthalle kurz vor 20 Uhr ordentlich gefüllt vor – nicht ausverkauft, aber doch mehr Leute als erwartet.

Die Aufwärmarbeit übernimmt die Frankfurter Combo „Lick and a promise“. Der Leadsänger Jochen Thoma scheint direkt aus den frühen 70ern zu uns zeit-gereist zu sein. Der hagere Wuschelkopf im Jeanshemd gibt sich redlich Mühe die Leute in der Halle mit Rockmusik zu begeistern. Das fällt beim Münchner Publikum bekanntermaßen schwer. Nach 40 Minuten ist die Aufwärmphase abgeschlossen und die Bühne wird nach kurzer Pause für den Rocket Man freigegeben.

Da kommt er, wie sollte es auch anders sein, im Schlabberlook mit Kapuzenpulli und versteckt sich anfänglich noch unter seiner Haube. Nach dem ersten Titel hat er seine Schüchternheit und auch die Kapuze abgestreift. Der sympathische Franke wird schnell warm und gibt sich als großartiger Entertainer. Mit seinen schlagfertigen Einlagen hat man das Gefühl, dass er schon seit 30 Jahren auf der Bühne zu Hause ist. Aber so lang ist er noch nicht einmal auf der Welt. Unter seine eigenen Stücke mischt er Interpretationen weltbekannter Hits wie „Purple Rain“, „To Love Somebody“ oder „With A Little Help From My Friends“. Die Menge ist begeistert, fasziniert und überwältigt vom Gesang und Talent des Andreas Kümmert. Nach dem vierten Titel beginnt er Getränke in den ersten Reihen zu verteilen. Das verblüfft selbst die Münchner. Für „Space Captain“ holt er sich 70er-Jochen noch einmal auf die Bühne und verwandelt es, zur Überraschung des Lead Sängers von „Lick and a promise“, zu einem Geburtstagsständchen für ihn. Danach folgt wieder ein Titel aus der eigenen Feder: „Avalanche“. Ein Schmusesong aus dem aktuellen Album „Here I Am“. „Wer kann Gitarre spielen?“ – ruft Andi ein paar Songs später ins Publikum. Daraufhin pickt er sich einen älteren Herrn aus der Masse heraus und bittet ihn auf die Bühne. Dieser legt auch gleich los und fängt an mit der Band zu jammen. Die Soli vom unbekannten Herrn beeindrucken nicht nur das Publikum, sondern auch Andreas Kümmert. Für mich roch es irgendwie nach Inszenierung, aber auf Nachfrage beim älteren Herrn, versicherte mir dieser später, dass dies nicht so sei. Er war immer noch verblüfft und konnte es noch gar nicht fassen gerade vor ein paar Tausend Leuten Gitarre gespielt zu haben. Mit etwas Ironie in der Stimme kündigt Andi „Just Like You“ an. Auf dieses Stück freut er sich schon den ganzen Abend, denn es ist der Lieblingstitel der Plattenfirma. Klingt auf jeden Fall nach Schublade – nichts nachhaltiges – aber es reicht um das Publikum zum mitwippen anzuregen und vielleicht wird ja die ein- oder andere Single gekauft, sollte es zur Auskoppelung kommen.
Als Zugabe gibt es „Wagon Wheel“, besser bekannt als „Rock Me Mama“. Das Publikum singt kräftig mit. Dann verschwindet Andi mit seiner Band von der Bühne. Kurz darauf kommt eine der beiden Background Sängerin zurück und bittet das Publikum alles was leuchten kann in die Luft zu recken. Das Intro von „Rocket Man“ erklingt und die Meute jubelt. Andreas Kümmert singt zum Abschluss den Hit, welcher ihn zur „Voice Of Germany“ gemacht hat. Die Fans sind überglücklich und haben ein tolles Konzert von Deutschlands neuem Superstar erlebt.

 

Andreas Kümmert
Fotos: Patrick Schmidt

 

Like and A Promise
Fotos: Patrick Schmidt


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