Alex Diehl – Nur ein Lied…

Veröffentlicht am 30 Apr ,2016 | von Stephie Rupprecht

Alex Diehl – Nur ein Lied…

  1. April 2016 – München, Freiheiz

Er macht Musik seit Kindheitstagen. Zunächst englisch sprachig, irgendwann auf Deutsch. Dann entstand „Nur ein Lied“, DER Song, der sein Leben verändert.

Geschockt von den Terroranschlägen in Paris, bei dem mehrere Menschen ihr Leben verloren, setzt sich Alex hin, schreibt und komponiert.
Entstanden ist „Nur ein Lied“, der zum Nachdenken anregt und ganz, ganz vielen Menschen weltweit aus der Seele spricht. So einfach kann nur ein Song das Leben eines einzelnen Musikers sowie das vieler Menschen weltweit verändern.

Wir treffen Alex nach seinem Soundcheck Backstage in der Münchner Freiheiz Halle. Gut gelaunt quatschen wir zunächst über unser letztes Treffen. Damals, vor gut einem Jahr, supportete er Laith Al-Deen. Gemeinsam verbrachten sie eine gute Tour. Aber dennoch bestätigte er, wie es viele Musiker machen, dass das Münchner Publikum eine eher verhaltene Zuhörerschaft ist.  Aber Angst hat der gebürtige Traunsteiner nicht, auch wenn durch Familie und Freunde, die das heutige Konzert besuchen, die wohl kritischsten Zuhörer, auf ihn wartet. Vielmehr ist es ein Anreiz für ihn, zu zeigen, dass hier mal was geht!

Wir beginnen schließlich unser Interview mit der Frage nach der Farbe der Bretter seines Lebens. Alex antwortet prompt: Verwittert, braun, moosig, benutzt, gebraucht & wunderschön!!!
Er hat die Kirschblütenbretter für das Albumcover selbst ausgesucht. Man soll sehen, dass schon etwas passiert ist und gelebt wurde.

Gelebt hat Alex bereits und auch wenn viele Freunde immer wieder gefragt haben, wie lange er „das“ noch machen wolle – hat Alex auch hierfür immer eine klare Antwort: Bis ich umfalle!
Und dann, wie aus dem Nichts, entstand „Nur ein Lied“…

„Wenn Du weißt, was Dich glücklich macht, was soll man machen – Musiker werden, war schon immer mein Kindheitstraum!“

Das Konzert heute Abend in München, ist nicht irgendein Konzert. Es ist der Start der neuen Tour. Dafür hat Alex & sein Team sich natürlich nicht zufällig die Landeshauptstadt mit Herz ausgesucht. Alex erzählt mit einem funkeln in den Augen, wie sehr er es sich gewünscht hat, endlich wieder in München, also fast zu Hause, spielen zu dürfen. Das Freiheiz ist die größte Halle der Tour und das Publikum fordert mehr als in anderen Städten, man ist aufgeregter und Familie und Freunde warten draußen. Aber all das ist Ansporn und ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Die Hallen werden größer und größer.
Fragt man Alex nach seinen musikalischen Zielen, ist es nicht wie bei manch einem Kollegen, die Chartplatzierung ganz oben oder der Echo…wie aus der Pistole geschossen, antwortet Alex: Olympiahalle München!!!

Mit 14 Jahren besuchte er mit seiner damaligen Band ein Sportfreunde Stiller Konzert in besagter Location. Seitdem hat er seinem Traum einen Namen gegeben.

Nach so vielen positiven Erinnerungen und Träumen, wird es dann aber ganz ruhig. Wir sprechen Alex auf den siebten Song des Albums an.
In sich gekehrt und mit leiser Stimme erzählt er uns von den damaligen Ereignissen und wie dieser Song entstanden ist:
Ja, das ist der traurigste Song meiner Platte. Es ist nicht easy darüber zu sprechen & zu singen. Aber dennoch gehört er heute Abend live auf die Bühne!
Sein Kumpel mit dem er immer an Silvester zusammen gespielt hat, weil es da die beste Gage gab, hat wohl nicht mehr daran geglaubt, dass es mit der Musik noch klappt, schildert Alex die Situation.
Ich habe noch mehrfach versucht ihn telefonisch zu erreichen – erfolglos.
Zwei Tage später habe ich in der Zeitung erfahren warum…

Alex dagegen hat dran geglaubt – zum Glück. Voller Vorfreude auf den heutigen Abend, sprechen wir noch kurz darüber, was ihm all das bedeutet. Seine zweite Scheibe, die stetig wachsende Fanbase & größer werdende Locations: Ich bin sprachlos, es bedeutet mir so viel!

Am Abend ist er schließlich wieder voll in seinem Element. Laut und mit seiner charakteristischen Stimme versetzt das Münchner Publikum in eine unvergessliche Stimmung.

Das Album zu hören, war schon geil, aber live ist es unbeschreiblich.
Hut ab, lieber Alex…und bis ganz bald in der Münchner Olympiahalle ;)

 

Alex Diehl
Fotos: Stephie Rupprecht


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