AIDA Night of the Proms (11.12.2011)

Veröffentlicht am 11 Dez ,2011 | von Stephie Rupprecht

AIDA Night of the Proms (11.12.2011)

Zehn Jahre war der Telekommunikationskonzert NOKIA Namensgeber und zugleich exklusiver Partner der Night of the Proms. In diesem Jahr allerdings ersetzt das Traumschiff AIDA und somit wird die Proms zur AIDA Night of the Proms und macht 4 Tage Halt in der Münchner Olympiahalle. Allein der neue Namensgeber steht für Luxus und unvergessliche Momente und darauf konnten sich auch die Promser bei der diesjährigen Night freuen, auf der Bühne standen Superstars wie Seal, Alison Moyet, Nile Rodgers & Chic, Stanfour, Div4s sowie John Miles!

Wie sollte es anders sein, wenn ein Traumschiff Partner ist – die letzten Minuten wurden mit einen Schiffshorn eingerufen und ließen die Promser in die am heutigen Nachmittag bestuhlte Halle stürmen. Pünktlich um 15Uhr begrüßte der Kapitän, der in diesem Jahr nicht Markus Othmer sondern Uwe Bahn war. Nach einer Ouvertüre durch das Orchester Il Novecento, gaben die Div4s aus Italien ihr Können zum Besten. Entdeckt wurden die vier Talente von keinem geringern als Tenor Andrea Bocelli und nachdem das Instrument der diesjährigen Proms die Stimme ist, konnte man mit Denise, Isabella, Vittoria and Sofia kein besseren Vertreter hierfür finden. Im Anschluss gab es durch Mr. Music John Miles eine Hommage an die verstorbene Amy Winehouse, bevor nachstehend Stanfour die Bühne stürmten.

Obwohl der Nachmittag nicht die gewöhnliche Zeit für ein Konzert ist, schafften es die Jungs von der Nordseeinsel Föhr, die Menge bereits mit ihrem zweiten Song so zu begeistern, dass trotz Bestuhlung alle aufstanden und mitgroovten! Ein Highlight jagte das Nächste, also folgte nun etwas, was bis jetzt noch auf keiner Proms zu erleben war – ein Battle zwischen dem Orchester Il Novecento unter Leitung von Robert Groslot und einem DJ.

Die Stimmung in der Halle war bei dieser Darbietung unbeschreiblich und so wurden Songs von Michael Jackson, Faithless und Co. In einer ganz anderen Art präsentiert.  Mit „Prayer“ unterstreichten Div4s ein weiteres Mal, wie außergewöhnlich ihr Instrument die Stimme ist und bei „Rolling in the Deep“ von Adele zeigten auch die Chormitglieder von Fine Fleur, dass sie definitiv auf die große Bühne gehören. Nile Rodgers feat. Chic stürmt die Bühne und wer es bis jetzt geschafft hatte, still sitzen zu bleiben, sprang letztendlich bei „I want your love“, „Le freak“ und „Good Times“ auf. Die Verschnaufpause gab es schließlich im Anschluss durch eine gut 20Minütige Pause.

Während dieser Pause, möchten wir noch einmal auf das diesjährige Instrument der Night of the Proms eingehen – die Stimme! Hierbei muss man schon genau auf die Auswahl der Künstler achten, denn nicht jeder kann behaupten, eine außergewöhnliche Stimme zu besitzen. Doch ohne Zweifel hat es die Proms bzw. deren Veranstalter geschafft, mit Seal, Alison Moyet, Nile Rodgers & Chic, Stanfour, Div4s sowie John Miles ein stimmliches Meisterwerk zusammenzustellen! Die Schiffshörner klingen wieder, es ist Zeit zurück an Board zu kommen, denn jetzt wartet kein geringerer als der König auf das Publikum. John Miles sing „Can you feel the love tonight“und versetzt die Promser in mit Gänsehautfeeling. Er ist eben nicht “nur” der Mann hinter der Musikhymne “Music”, auch seine Stimme ist atemberaubend.  Kurzes Durchatmen nach dieser Nummer und schon steht Alison Moyet auf der Bühne. Im Gepäck hat sie natürlich ihr Welthits „That ole Devil called love“. Und wie sollte es an diesem Nachmittag anders sein, begeistert auch sie mit ihrer Stimme das Münchner Publikum.

Bevor mit Seal der Hauptact des Abends kommen soll, wurde sowohl eine Sekretärin gesucht und gefunden, und Il Novecento begeisterten mit „3 Movies“ ein weiteres Mal. Dann endlich war es soweit, Seal kam, sah und siegte! Mit roter Lederjacke und farblich passende Schuhen wurde er bei „Kiss from a Rose“ von Div4s gesanglich unterstützt. Dann gab John Miles am weißen Flügel seinen Welthit „Music“ zum Besten, um letztendlich im Anschluss die Bühne, nein die ganze Halle für Seal zu räumen: Bei „Papa was a rolling Stone“ verweilte der Superstar noch brav auf der Bühne, doch dann wagte er den Sprung ins kalte Nass und sang seine weiteren Hits „Amazing“ und „Crazy“ einfach im und mit Publikum.

Die Münchner waren selbstverständlich begeistert und konnten ihr Glück nicht fassen, einem solchen Superstar so nahe zu sein. Und Seal genoss die Stimmung in der Halle mindestens genauso, sprang von Stuhl zu Stuhl, tanze mit Groß und Klein und war ohne Zweifel die Spitze des Eisberges!  Wirklich beruhigend konnte sich das Publikum nicht, ging es von soviel Nähe gleich weiter zum Finale. Und da eh schon alle Standen, wurde gemeinsam noch mal alles Künstler auf der Bühne begrüßt und gemeinsam „We are Family“ angestimmt! Ein unvergesslicher Nachmittag und nur schweren Herzens konnten wir die Leinen lösen und das Traumschiff in eine neue Stadt fahren lassen…

Seal
Fotos: Stephie Rupprecht

Alison Moyet
Fotos: Stephie Rupprecht

Nile Rodgers & Chic
Fotos: Stephie Rupprecht

Stanfour
Fotos: Stephie Rupprecht

Div4s
Fotos: Stephie Rupprecht

Night of the Proms
Fotos: Stephie Rupprecht


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