Mobilée: Ein bunter Blumenstrauß für die Leute! (06.12.2012)

Veröffentlicht am 07 Dez ,2012 | von Stephie Rupprecht

Mobilée: Ein bunter Blumenstrauß für die Leute! (06.12.2012)

Chocolate Music:
Neun Monate sind seit unserem letzten Interview vergangen, neun Monate in denen viel passiert ist bei Mobilée.
Eigentlich hätte am 13.April Euer Album „Walking on a Twine“ erscheinen sollen, veröffentlicht wurde das Werk allerdings erst am 14.September 2012.
Was war los?

Caroline Wolter:
Es hat sich alles etwas schwieriger gestaltet. Normalerweise hast du ja eine Single und dann kommt so zwei Monate später das Album. Das hat sich dann aber alles raus gezögert, wie man das eben so kennt mit Plattenfirmen, die dann sagen „Ja nee, jetzt ist noch nicht der richtige Zeitpunkt, weil jetzt kommt gerade das und das Album von der und der riesen Band raus. Jetzt ist die Single aber nicht in den Top 10 eingestiegen“, so ungefähr und ja, die wollen dann immer genau den richtigen Moment abwarten, aber ich denke mir, den richtigen Moment kann man meistens nicht abschätzen.
Für uns war das natürlich eine etwas heikle Zeit. Man hat ja immer darauf gewartet. Dann musste man die Fans immer wieder vertrösten und sagen „Bitte seid uns nicht böse, wir können da nichts dafür. Wir würden es gerne sofort alleine rausbringen“.
Es sind eben die zwei Kehrseiten, auf der einen Seite bist Du natürlich froh, du hast eben eine Plattenfirma und kannst das Album rausbringen. Auf der anderen Seite hast du aber nicht in allem das Mitspracherecht.
Aber jetzt ist es draußen, wir sind glücklich damit und alles ist gut.

Chocolate Music:
Aus meiner Sicht hat sich das Warten definitiv gelohnt. „Walking on a Twine“ ist ein fantastisches Debütalbum.
Wie stolz seid ihr auf die Platte?

Caroline Wolter:
Es war ein schönes Gefühl, als es dann endlich draußen war. Leute uns Fotos geschickt haben, von Saturn wo es dann eben in den Plattenladen lag. Und als man gesehen hat, dass es in die Top 100 eingestiegen ist.
Das ist natürlich ein riesen Gefühl, das kann man gar nicht beschreiben.
Es gibt so viele Leute, die das kaufen und auch in Zeitschriften werden Rezessionen geschrieben. Klar, es gibt natürlich immer positive und negative Kritiken, aber im Ganzen war der Kanon eigentlich sehr positiv.
Wir sind zufrieden damit, hören es auch selbst sehr gerne.
Also nicht das wir uns jetzt auf Tour 24 Stunden im Bus immer uns selbst anhören, aber wir sind zufrieden wie es geworden ist. Die Auswahl der Songs und jetzt macht es einfach richtig Spaß es auf Tour allen zu zeigen.
Und auch zu sagen „Hey, wir haben eine CD dabei, sie ist nämlich schon draußen!“

Chocolate Music:
Kai meinte im Februar, dass er eine Tour machen will, um zu sehen wo die Platte wirklich überall steht.
Weißt Du, ob er oder jemand anderes von Euch, das gemacht hat?

Caroline Wolter:
Ich selbst habe es nicht gemacht, aber meine Familie. Sie sind in jeden Saturn und so im Umkreis gelatscht und immer „Nee, das ist ausverkauft“.
Was natürlich ärgerlich war, aber für uns war es schon ein ziemlich cooles Gefühl.
Alle haben bei Facebook geschrieben, „Hey man kriegt Euer Album irgendwie gar nicht mehr, die müssen mal Nachschub liefern“, das war natürlich schon cool.
Aber ob Kai das jetzt tatsächlich gemacht hat…hätten wir ihn fragen können, wenn er da gewesen wäre.
Aber er ist ja fleißig am Aufbauen.

Chocolate Music:
Und gab es nun eine Releaseparty?

Caroline Wolter:
Wir wollten erst eine machen, aber weil es dann diese Verzögerungen gab, haben wir uns gedacht, das fühlt sich irgendwie komisch an. Dann haben wir das relativ spontan nur mit der Band gemacht, im kleinen Kreis mit Freundinnen und Freunden.
Beim Kai zuhause und das war wirklich ein legendärer Abend!
Es ist ja meistens so, wie man es gar nicht erwartet. Meistens doch relativ lustig.
Wir haben ordentlich Gas gegeben, das Album 1,2,3mal gehört, ordentlich Schnäpse getrunken und sind noch in irgendeinen Club gelandet.
Jeder hat dann am nächsten Tag lustige Storys erzählt, die er nachts noch mit seinen Freund erlebt hat woran der sich am nächsten Tag schon nicht mehr erinnern konnte.
Also es war eine gebührende Feier für den Release!

Chocolate Music:
Warum heißt die Platte so wie sie heißt?

Caroline Wolter:
„Walking on a Twine“ – Wir haben ja den Song „Let the great world spin“ und dieser Song ist inspiriert von Philippe Petit. Er hat, ich glaube es war in den 80ern, zwischen den Twintowers in Amerika ein Seil gespannt und ist darauf gelaufen. Kai hat das Buch gelesen und Alex hat den Film dazu gesehen. Zusammen haben sie den Text geschrieben und meinte, dass das eine ganz coole Story ist.
„Walking on a Twine“ mit seiner Doppelbedeutung, passte ganz gut zu uns. Das man eben auf diesem Seil stehen kann, das ist natürlich so ein bisschen unsere Situation, fällt man, bleibt man auf dem Seil und es ist immer schwierig das Gleichgewicht zu halten, sich oben zu halten oder erst mal überhaupt hoch zu kommen.
Wir dachten uns das ist eine ganz gute Beschreibung für unsere derzeitige Situation. Auch für die Songs, die wir auf dem Album haben, geht es ja um solche Situationen, wo man nicht weiß wo lang man gehen soll und deswegen haben wir und für diesen Titel entschieden.
Sind damit auch sehr zufrieden.

Chocolate Music:
Wenn Du jetzt rein das Album betrachtest, und die Liveauftritte vergisst, gibt es einen Lieblingssong?

Caroline Wolter:
Ich muss ja zugeben, ich habe mehrere Lieblingslieder, ich kann mich da meistens nicht entscheiden.
Ich sage mal so, von den etwas lebensbejahenden, lustigen, tanzbaren Songs, ist es „Little Sister“. „Peter Pan“ so der Zweite.
„Little Sister“, weil dieser Song hat so etwas spezielles mit den Strophen. Nur so mit Bass und dem Schnipsen, das macht richtig Bock, den auch zu performen, zu singen und zu hören.
Von den ruhigeren Songs ist das der letzte Song auf dem Album, das ist „Filmlet“, weil er eben für uns alle eine sehr persönliche Bedeutung hat. Weil wir es mit einer ganz bestimmten Person verbinden. Das ist in der Hinsicht mit einer der traurigeren Lieblingssongs. Er bringt das Gefühl sehr gut rüber, diese Verzweiflung, die man hat, wenn jemand nicht mehr da ist und trotzdem diese Hoffnung, dass man denjenigen nicht vergisst. Die Erinnerung bleibt. Daher ist das auch einer meiner Lieblingssongs.

Chocolate Music:
Heute Tourabschluss – welches ist dein Lieblingssong auf der Bühne?

Caroline Wolter:
Das ist tatsächlich, das ist jetzt natürlich doof, weil das Album gerade draußen ist, aber es ist ein ganz, ganz neuer Song.
Wir haben uns Gedanken gemacht für die aktuelle Tour, wir haben das Album, das wir spielen, aber dann wären wir in ca. einer dreiviertel Stunde durch und wir wollen den Leuten mehr bieten. Daher spielen wir ein paar Songs die gar nicht auf dem Album drauf sind, paar ältere Songs, die am Anfang von Mobilée entstanden sind. Im Proberaum ist ein ganz, ganz neuer Song entstanden, wo wir uns nicht sicher waren, sollen wir ihn spielen, sollen wir ihn nicht spielen. Weil er auch noch ganz nicht fertig ist. Aber er total Bock macht und wir uns dann gedacht haben, dann lassen wir es einfach darauf ankommen und spielen ihn für die Leute, dass sie vielleicht auch ein bisschen am Prozess teilnehmen. Wenn eine Band einen Song schreibt, aber er nicht richtig fertig ist. Positive und negative Kritik nehmen wir auch gerne an und der kam bei den Leuten bis jetzt total gut an, er macht einfach gute Laune und deswegen ist er auf dieser Tour mein Favorit.

Chocolate Music:
Und wie heißt er?

Caroline Wolter:
Naja, er hat bis jetzt noch keinen richtigen Namen, er heißt bis jetzt nur der „Banjo Song“, weil eben das Banja da so eine Hauptrolle spielt.

Chocolate Music:
Über einen Song auf dem Album müssen wir aus aktuellem Anlass sprechen. Mobilée macht nun nämlich auch Kinomusik. „Little Sister“ ist der Titelsong zu „Vampirschwestern“ (ab 27.12. im Kino)
Wie kam es dazu?

Caroline Wolter:
Oft denkt man ja, dass ein Lied für einen Film geschrieben ist, das war aber in dem Fall nicht so.
Ich glaube, das war so, dass die Produktion vom Film auf uns gestoßen ist. Wahrscheinlich erst mal durch den Titel. Letztendlich passt dann auch dieses Thema aus unserem Lied zu dem Film und wir haben gesagt „Na klar, das würden wir auf jeden Fall machen“.
Für uns ist das natürlich eine super Sache, dass man im Kino während dem Trailer unser Lied hört. Coole Sache, ja so ist das dazu gekommen.

Chocolate Music:
Habt ihr den Film schon sehen können?

Caroline Wolter:
Ja wir, Kai, Alex & ich, wir haben ein Meeting gehabt, mit der Produktionsfirma, weil man muss so Sachen abspricht, wie macht ihr dann Werbung für uns, wie machen wir Werbung für Euch. Das man das quasi mit einbezieht. Dann durften wir uns den Film schon mal anschauen. Das wir auch wissen, worum es geht.
Zur Premiere sind wir dann auch eingeladen, die ist in München…

Chocolate Music:
Wie gefällt Dir der Film?

Caroline Wolter:
Es ist natürlich eher ein Kinder- und Jugendfilm, aber ich finde die Herangehensweise ziemlich cool. Dieses Ding zwischen Schwestern, die von Transsilvanien nach Deutschland gekommen sind. Die eine will lieber Vampir sein, weil sie sind ja Halbvampir sind, und die andere will lieber Mensch sein.
Das ist natürlich ein ganz gutes Thema und auch dieser Zusammenhalt, das es letztendlich nicht darum geht, was du bist und was nicht, das finde ich für Kinder und Jugendliche immer ein ganz gutes Thema. Die haben das auch richtig gut umgesetzt. Und das Vampirthema ist ja im Moment auch ganz oben, also haben sie genau den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Chocolate Music:
Bist Du im allgemeinen Vampirfieber?

Caroline Wolter:
Nee, also ich…letztens in der Uni war das auch echt…also in der Pause die Mädels, als der neue Twilight Film rauskam. „Wooooh, Bella hier und dort“ Ich habe da überhaupt nicht durchgeblickt, weil ich zwar den ersten Film gesehen hatte, dann hat es bei mir aber auch schon aufgehört. Ich habe auch die Bücher nicht gelesen und bin einfach nicht so der Fantasy-Freak. Dieses ganze Vampir-Ding für Erwachsene ist nicht so ganz meins. Aber ich kann es verstehen, dass die Mädels dahin schmachten bei Robert Pattinson. Den finde ich auch ganz nett aber dieses ganze Ding ist an mir vorbeigegangen.

Chocolate Music:
Bevor „Walking in a Twine“ erschienen ist, seid ihr mit Tim Bendzko auf Tour gewesen.
Was konntet Ihr von dieser Tour mitnehmen, außer vielen neuen Fans?

Caroline Wolter:
Oft ist es ja bei einer Supporttour so, dass man sich, gerade bei einer so großen Produktion, etwas abschauen kann. Es war schon so, dass alles total durchorganisiert war, alles ist geplant.
Für mich besonders, war es die Lockerheit auf der Bühne, die Tim Bendzko so an den Tag bringt, weil ich schon immer so in meiner „Karriere“ , seitdem das alles angefangen hat. Man würde die Musik, man würde nicht Sänger sein, wenn man nicht gerne auf der Bühne steht, aber es ist natürlich erst mal schwierig damit umzugehen, jeder schaut dich an, was machst du für Ansagen, man will sich nicht blamieren. Da war das schon gut zu sehen, wie machen das jetzt die Großen. Er ist da mit einer super Lockerheit dran gegangen und hat die Leute echt gut mitgerissen. Das ist dann so eine Sache, die man mitnimmt.
Einfach so ein bisschen etwas abschauen, wie machen das so die Großen.
Das hat uns schon viel gebracht und wie du schon sagtest, natürlich auch vor allem jüngere Fans. Roxette & Tim Bendzko sind ja auch bei der Alterspanne sehr auseinander, was natürlich super ist, weil man quasi in jeder Alterspanne ein bisschen was abgrasen kann.
Das haben wir jetzt auch gemerkt, dass in manchen Städten jüngere Mädels da waren, die uns bei Tim Bendzko gesehen haben. Das ist natürlich schön, wenn dann solche Leute wirklich sagen, sie schauen sich auch ein Konzert von uns an. Das ist echt cool!

Chocolate Music:
Seit November seid ihr nun wieder im Tourleben, Eure zweite Headliner Tour. Leipzig musste leider abgesagt werden, bist Du jetzt wieder richtig fit?

Caroline Wolter:
Man merkt das schon. Ich habe jetzt auch einen Tipp von Matze bekommen, heißes Wasser trinken!
Ein paar Stunden vor der Show, es schmeckt zwar unglaublich beschissen, aber das bringt schon etwas für die Stimme.
Man merkt natürlich schon, wenn man so eine fette Erkältung und halbe Stimmbandentzündung hat. Wenn dann 9 Konzerte so dicht hintereinander liegen.
Da war ich auch etwas heiser zwischendurch, aber es hält sich in Grenzen. Und ich rauche ja auch nicht mehr.
Trinke auch nicht viel nach der Show und dann kriegt man das schon irgendwie hin. Man muss halt ein bisschen mehr darauf achten, als die anderen die nicht singen. Aber „That’s the price you pay!“

Chocolate Music:
Gibt es einen Nachholtermin für Leipzig?

Caroline Wolter:
Wir haben das eigentlich so geregelt, dass die Leute ihr Geld zurück bekamen oder sie hätten mit dem Ticket nach Berlin kommen können. Dort haben sie dann ein Fanpacket von uns bekommen. T-Shirt und Buttons und so weiter und sofort.
Vielleicht machen wir das nochmal Anfang des Jahres, müssen wir überlegen. Vielleicht bietet sich das an, wenn wir sowieso in der Nähe sind. Geplant ist es jetzt noch nicht.
Es ist natürlich echt doof gewesen und klar, dass viele, ich wäre wahrscheinlich auch nicht von Leipzig nach Berlin gefahren, aber krankheitsbedingt war es für uns einfach wichtig, weil nachher sonst noch mehr hätte ausfallen müssen und dann ist das halt so.

Chocolate Music:
Hast du mitbekommen, wie viele doch nach Berlin gekommen sind?

Caroline Wolter:
Ich glaube es waren drei Leute oder so. Aber zumindest sind sie gekommen, fand ich gut. Und sie haben sich dann auch gefreut über die T-Shirts.

Chocolate Music:
München heute ist der letzte Termin. Klar, weil das Beste kommt natürlich immer am Schluss…
Im Vergleich zu Eurer letzten Tour, was gibt es Neues? Was ist geblieben?

Caroline Wolter:
Die letzte Tour war nochmal etwas anderes, es war eben unsere allererste Tour, die wir hatten. Wo es eben nicht so war, wir stehen als Support auf der Bühne. Die Leute sind nur wegen uns da.
Ich denke es war alles noch ein bisschen vorsichtiger, ein bisschen verhaltender, alles ein bisschen ängstlicher. Es ist natürlich auch schön, aber ich glaube schon, dass wir jetzt sicherer sind. Wir fühlen uns einfach sicherer in dem was wir tun. Wir haben mehr noch das Vertrauen der Leute.
Und wir spielen natürlich nicht genau das gleiche Set und den gleichen Ablauf. Wenn man immer so das gleiche macht, dann kommt man in so einen Trott und dann ist auch keine Energie mehr da. Wir haben uns viele Sachen überlegt, die wir jetzt anders machen. Wir wollen den Leuten einen bunten Blumenstrauß bieten.
Ich denke man wird auch eine Steigerung merken, also zumindestens wir selber merken das. Ob die Leute das dann merken, liegt immer noch an ihrer Wahrnehmung. Wir haben uns auf jeden Fall Mühe gegeben, haben viel geprobt, dass wir den Leuten einfach einen schönen Abend bieten können.

Chocolate Music:
Wird es eine Nikolausüberraschung geben?

Caroline Wolter:
Oh, da gibst du mir einen guten Tipp, vielleicht sollte ich das gleich nochmal ansprechen, ob der Kai sich mal die Mütze aufziehen will. Stimmt, ja vielleicht, man weiß es nicht, ich werde das nochmal in Angriff nehmen.

Chocolate Music:
Weihnachten steht nun natürlich auch vor der Tür.
Habt ihr dieses Jahr endlich ein paar freie Tage oder geht es unaufhaltsam weiter?

Caroline Wolter:
Nee, heute München ist dann für uns und dieses Jahr glaube ich der letzte Auftritt. Da kommt dann noch die Premiere bei Vampirschwestern, aber das ist dann eher so ein Freizeitvergnügen. Hoffentlich kommt man auf den roten Teppich, das wissen wir noch nicht, aber so ist es das letzte Konzert, das wir spielen.
Ich denke mal das ist dann nochmal ein bisschen etwas Besonderes – Tourabschluss, letztes Konzert des Jahres. Ist glaube ich immer etwas Besonderes und ich hoffe die Leute feiern gut mit uns.

Chocolate Music:
Nachdem die Herren mit den Aufbauarbeiten beschäftigt sind, kannst du ja jetzt alles ausquatschen.

Caroline Wolter:
Oh, lieber nicht…

Chocolate Music:
Ihr wart jetzt eine extrem lange Zeit sehr viel & sehr eng zusammen. Ist man froh, sieht man sich jetzt mal eine Zeit lang nicht?

Caroline Wolter:
Wir sind ja sehr fleißige „Prober“. Ich denke mal, klar wenn man so eine Tour spielt…also wir proben normalerweise 3x die Woche. Ich denke mal das wir, wenn wir am Freitagabend nach Hause kommen am Dienstag nicht direkt aufbauen. Vor allem nicht in der Vorweihnachtszeit, das man auch mal ein bisschen mehr Zeit mit der Familie und Freunde verbringt.
Das man da einfach mal ein bisschen entspannt, eine Tour ist ja auch anstrengend. Und klar, was du gerade angesprochen hast, anecken ist jetzt vielleicht übertrieben, aber wenn man so eine Tour spielt dann weiß man nach 2 Tagen die Macke …Wenn man so aufeinander hockt, dann eckt man schon mal an, da hat man mal die eine oder andere Diskussion oder zickt man mal ein bisschen rum, obwohl ich auch nicht immer die größte Zicke bin, das kann man auch mal dazu sagen, obwohl ich das Mädchen bin.
Als Mädchen stehst du natürlich immer da „ach komm, heul nicht rum“. Aber ich habe mich da eigentlich ganz gut reingelebt und denke aber mal, dass die Zeit, wo man wirklich Spaß hat und wo man einfach froh ist mit so vielen Leuten unterwegs zu sein, das überwiegt eigentlich.
Wir haben ja auch nicht nur uns sechs, wir haben ja noch die ganze Crew und das ist schon immer ein ganz gutes Gefühl, wenn man mit so vielen Leuten auf Tour ist und dann auch einen guten Auftritt hinter sich gebracht hat und ja das ist eigentlich echt cool.

Chocolate Music:
Wer ist denn die größte Zicke?

Caroline Wolter:
Oh nein, warum kriege ich immer diese Frage?!?
Ich habe mich schon mal irgendwann…nein, das kann ich natürlich nicht verraten. Es ist ein Mann.
Ich möchte ja auch niemanden in die Pfanne hauen, ich bin eine der größten und noch ein paar andere…
Wir können ja sagen, wer die kleinste Zicke ist.
Die kleinste Zicke ist eigentlich von uns allen: Thomas!
Er ist der Ruhigste, er ist so der Papa der Band, das hat er letztens noch gesagt. Er ist ja auch wirklich Papa und er übernimmt meistens diese Position. Ich glaube das ist so rum besser, wenn ich das sage!

Chocolate Music:
Und was wirst du an Weihnachten machen?

Caroline Wolter:
Ich bin ja ein großer Familienmensch. Bei uns läuft das immer ganz traditionell an. Kaffee trinken, Kirche, Essen, Bescherung oder manchmal auch andersrum. Jetzt sind wir ja nicht mehr so klein, dass man es nicht mehr aushält bis man die Geschenke auspackt.
Und am ersten und zweiten Feiertag mit der ganzen großen Familie und mit meinem Freund.
Das sieht auch bei allen so aus. Kai fährt wieder in seine Heimat nach Baden Württemberg zu seiner Familie. Also alles ganz traditionell. Und das ist auch schön so.

Chocolate Music:
Was sind Eure Träume und Wünsche für 2013?

Caroline Wolter:
Natürlich erst mal, ach ja Single ist ja schon draußen, ich glaube, dass wir uns eigentlich alle wünschen, dass die Single nochmal so richtig im Radio läuft. Wir haben vorhin erfahren, dass wir bei den SWR-3-Charts auf Platz 1 sind. Das wir einfach zusammen bleiben und so bleiben, wie wir sind. Weiter Songs schreiben. Gerne noch eine Tour spielen nächstes Jahr.
Was kommt dann noch alles, was kann noch schönes passieren?!?
Ja, das ist eigentlich, dass wir einfach nochmal eine Tour spielen, das wir viele, schöne Festivals im Sommer spielen und das wir einfach noch mehr Leute erreichen, die dann zu unseren Konzerten kommen und Spaß an der Musik haben.


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