Max Mutzke im Interview Durch Einander (27.09.2012)

Veröffentlicht am 27 Sep ,2012 | von Stephie Rupprecht

Max Mutzke im Interview Durch Einander (27.09.2012)

1. Telefon

Chocolate Music:
Gerade im IPhone-Wahn – was hast Du für ein Handy?

Max:
Ich habe ein HTC.
Ich hasse IPhone, ich bin ein Anti-IPhone-Mann, obwohl ich jahrelang ein IPhone hatte!
Es ging mir einfach auf den Sack, wie das so ein Cosmos, fast schon eine Sekte ist.
Dieser Hype Iphone und das Ganze, was darum stattfindet, finde ich sehr lustig. Zu sehen wie Leute, vor einem Apple-Store übernachten – Wahnsinn, die Prioritäten im Leben – und deswegen habe ich ein HTC!
Man kann viel besser damit arbeiten, diese ganzen Anhänge, Mails usw. kann man alles abspeichern, du kannst deine eigenen Ordner ablegen, Dropboxen…
Es ist wirklich, wirklich, die Leute wissen es leider nicht, aber es ist wirklich viel besser.
Ich finde es einfach wesentlich einfacher damit umzugehen.

Chocolate Music:
Drehen wir den Song mal um, wen hast Du mal nicht angerufen?

Max:
Es passiert natürlich schon mal, dass man Leute nicht zurückruft.
Wobei man Leute, die man einfach kennengelernt … wenn man an den Song „Marie“ denkt zum Beispiel, wo es ja darum geht, dass man Leute kennenlernt, die man eigentlich hätte besser nicht kennenlernen dürfen. In dem Moment ist es vielleicht nicht mal der Mensch an sich, sondern es ist die Situation.  Ich rede nicht von Alkohol und Drogen, die man genommen hat und sich dann nicht mehr unter Kontrolle hat, sondern einfach – du kannst nach einem Konzert von der Bühne gehen, das Publikum war mega, ich nehm das Wort sexy, weil diese aufgeheizte Stimmung, dieses reinrufen, reinschreien, diese Leidenschaft, die wir auf der Bühne empfinden, kriegst du vom Publikum zurück.
Da sind dann Leute dabei, die dich auch sonst total flashen. Sitzt man dann abends mit der Band zusammen  – dann kommen auch noch Leute dazu und so und da gibt’s natürlich schon so Momente die sind, und da bin ich sehr straight, die sind dann sehr gefährlich, weil…dann geh ich einfach ins Bett, weil man sonst nicht weiß wo es hinläuft am Abend.
Aber es gibt natürlich schon Leute, die lernt man kennen und dann ist das total nett. Die sind super nett, aber dann merkt man, dass von der anderen Seite mehr erwartet wird. Trifft man sich irgendwann wieder, dann heißt es „Ich dachte du rufst irgendwann mal an?“ oder „Hättest ja irgendwann mal anrufen können“
Und ich dann so: „Ich ruf eben nicht an, ich kann nicht anrufen, warum sollte ich dich anrufen, weiß nicht, wo soll‘s hingehen?“

2. Vielleicht

Chocolate Music:
Es geht um Ungewissheit.
Was aber gewiss ist, dass du auf Tour kommen wirst – Ende des Jahres.
Laufen die Vorbereitungen schon?

Max:
Klar, laufen sie, logisch.
Die Vorbereitungen laufen schon viel länger, als die Tour überhaupt announced wird bzw. im Internet überhaupt mal die Daten zur Verfügung stehen.
Eine Tour muss deswegen so krass geplant werden, weil alle Clubs ihre Buchungen haben.
Du willst ja nicht heute in Kiel, morgen in Zürich und dann wieder in Hamburg spielen, um anschließend wieder in Bern aufzutreten. Du willst runterreisen oder hochreisen oder was auch immer.
Die Vorbereitungen laufen also schon lange, auch was Musikalität angeht.
Man macht sich jetzt Gedanken, wie fängt man ein Konzert an, wie hört man es auf.
Wo nimmt man Gäste mit, in München zum Beispiel…
Ich habe gerade heute noch mit Klaus Doldinger geschrieben, dass ich ihn gerne in München dabei hätte oder Wigald Boning in München auf der Bühne steht. Das muss jetzt alles so langsam angeschoben werden.
Ich kann die Jungs natürlich, also diese ganzen Gäste auf dem Album, jetzt nicht verpflichten, aber vielleicht wird’s bei der ein oder anderen Stadt so sein, dass der ein oder andere auf die Bühne  kommt.

Chocolate Music:
Wie bereitest du dich persönlich auf eine Tour vor?

Max:
Gar nicht.
Texte kann ich auswendig!
So richtig vorbereiten kann man ja auch nichts, also man kann mit der Band ein paar Sachen auschecken oder sich Gedanken machen, wie gesagt Opener vom Konzert, aber eigentlich … vielleicht doch, vielleicht macht man ein bisschen mehr Sport vor der Tour.

Chocolate Music:
Vielleicht?

Max:
Hm, vielleicht.
Man nimmt es sich vor und dann macht man es doch nie.

3. Weil ich Dich liebe

Chocolate Music:
„Weil ich dich liebe“ fängt an mit „Wenn ich gehe, gehe ich nicht ohne dich“.
Ohne wen oder was würdest Du niemals gehen?

Max:
Man könnte jetzt natürlich diese ganzen Floskeln, ohne Familie würde man nicht gehen und ohne seinen Blablabla, ich hab…
Ohne was würde ich nicht gehen?
Also ich glaube ich würde nie ohne Klamotten aus dem Haus gehen.
Das wäre ganz klar. Und sonst bin ich sehr flexibel.

4. Creep

Chocolate Music:
Bei diesem Song wird es auf einmal Englisch auf der Platte: Wieso?

Max:
Es war schon immer englisch und deutsch. Ich habe noch nie eines davon bevorzugt.
Das hat man gesehen, beim ersten Album. Es war genauso wie, jetzt ziemlich gemischt, ausgewogen gemischt.
Beim zweiten Album waren es dann nur zwei englische Titel und der Rest deutsch.
Beim nächsten Album war es nur noch englisch. Jetzt ist es englisch & deutsch und das Nächste ist dann wahrscheinlich nur deutsch.
Das liegt aber daran, dass ich sowohl englisch wie auch deutsch von einer unterschiedlichen Seite schätze und sehe.
Dass man englisch natürlich ganz anders singt, weil man die Worte ganz anders bildet.
Du würdest ja so ein Wort wie „Love“, dieses „o“ von „Love“ gibt’s ja im deutschen gar nicht.  Du klingst natürlich dann ganz anders.
Ich gefalle mir, wenn ich mich so singen höre. Also in mir quasi, dann gefalle ich mir auf Englisch, sowohl als auch auf Deutsch extrem gut.
Bei deutsch kommt noch ein weiterer Vorteil dazu, dass du jedes Wort spürst.
Deswegen singst du Texte viel authentischer. Du kannst von der Attitüde her gar nichts Falsches ausdrücken, ohne dass der Song nicht mehr schlüssig ist.
Beim Englischen, zum Beispiel „Singing my Song for You“.
Wenn wir den live spielen, ist der unglaublich exklusiv, der geht extrem ab.
Wenn dieser Song aber deutsch wäre, würde ich es nicht so singen können, weil ich dann denke, es geht ja eigentlich am Inhalt der Story vorbei.

Chocolate Music:
Wie oft hörst du deine Platte selbst?

Max:
Ich glaube am meisten von allen Menschen auf der Welt.
Ich bin der volle Narzisst.
Ich sage immer, dass ich sie anhören muss. Ich müsse noch üben…
Ich kann alle Sachen auswendig, ich sag es nur, damit ich sie anhören kann.
Meistens wenn ich alleine bin.
Diese Platte höre ich jetzt aber extra nicht mehr, weil es gibt dann irgendwann so ein überhören und das will ich vermeiden.
Das ist auch der Grund, warum ich bei Produktionen die Platte auch während der Produktion nicht höre.
Erst wenn sie richtig gemastert und fertig ist. Dann will ich sie meistens hören.
Das war bei der jetzt anders, weil ich da viel zu krass involviert war. Es ist mein Projekt, aber eigentlich bin ich vorsichtig, dass ich mich selbst nicht überhöre.

5. Empire State of Mind

Chocolate Music:
„Empire State of Mind“ – ein ganz besonderer Song.
Wieso hast Du Dich für das Album für Coversongs bzw. genau diesen Song entschieden?

Max:
In meiner Kindheit haben schon immer Songs existiert, die mich heute, aber gerade auch als Kind sehr geprägt haben. Die Songs habe ich mir unendlich oft angehört.
„You are so Beautiful“ von Joe Cocker, obwohl dieser Song ursprünglich auch nicht von Joe Cocker ist, oder „What’s going on“ von Marvin Gaye, alles von Bill Withers … das habe ich als Kind aufgesaugt.
Diese Lieder haben mich geprägt, sie lassen mich so singen wie ich heute singe und so interpretieren, wie ich es mache. Und es war schon immer ein Wunsch, das selbst mal aufzunehmen.
Die Songs sind auch viel zu schön, um sie quasi nur im Original zu hören.
Ich will nie einen Song, wenn ich ihn covere, besser machen als ich ihn kenne.
Es geht ja auch nicht, weil das Original ist immer das Beste, oder sagen wir, das Original ist immer das Original!
Es kann natürlich sein, dass wenn Du einen Song in ein neues Gewand bringst, die Leute sagen – „Wow, irgendwie gefällt mir diese Art noch mehr.“
Aber du wirst nicht besser als ein Original, du machst es anders.
Es ist meine Art zu interpretieren und das wollte ich mir einfach mal gönnen.
Quasi meine eigenen Songs, den Soundtrack den ich als Kind erfahren habe, aufnehmen.
Und Cover Nummern, weil es auch Songs gibt … grad „Empire State of Mind“, ist die Nummer, die wie ich finde die beste Komposition in den letzten, ich würde wirklich sagen, in den letzten 10 Jahren, ist, die wir im Radio haben.
Er ist unkonventionell komponiert und trotzdem so gut, dass es den Mainstream trotzdem abholt. Das ist quasi diese Krux. Du hast nicht diese Struktur, diese klare.
Die haben sie verlassen mit Tonartenwechsel und andere Sachen. Die Leute sind aber so geflasht, weißt du von diesem ganzen, was geht denn da ab und so.
Deswegen „Empire State of Mind“. Es war eine klare Hommage an das Kunstwerk, nicht mal an Alicia Keys, weil Alicia Keys ihn ja nicht mal geschrieben hat.

6. Ohne Dich

Chocolate Music:
Wie viele Ringe sind es?

Max:
Was meinst du mit Ringe?

Chocolate Music:
Du zählst Ringe!

Max:
Ich zähle Ringe?
Ach so du meinst die eine Hand natürlich, ich musste grade die Textzeile hervorholen.
Immer schon nur der hier. Immer der!!
Der Ring ist schon sehr sehr lange…Da gibt es eine geile Geschichte dazu, die habe ich noch niemandem erzählt.
Kennst du die Geschichte? Logischerweise nicht, hab ich ja noch niemandem erzählt.
Der Ring, den trage ich seit äh. Er hängt mit meiner Partnerin zusammen, mit der ich schon sehr lange zusammen bin. Länger natürlich als ich in der Öffentlichkeit stehe.
Er war ein Geschenk, der hatte sich gleich gut angefühlt.
Vor ein paar Jahren war ich dann mit meinen Jungs auf Tour am Rhein und wir machen da immer etwas Action, sieht man ja auch im Video, wir machen halt irgendwie Blödsinn.
Und bei so einer Action ist mir der Ring im Rhein, und der fließt sehr schnell, ist er mir abgefallen, und war einfach unter Wasser. Zack war er weg.
Da bin ich dann echt ausgestiegen und hab gesagt „Fuck – Scheiße – Scheiße, da ist was ganz schlimmes passiert“. Die ganze Band war geschockt, weil sie dachten irgendwer ist untergegangen oder so. Ich meinte „Nein, aber mein Ring“. Erleichtert meinten sie nur egal, es ist nur ein Ring!
Ich nur so „man ihr begreift nicht, der Ring, scheiße mein Ring ist weg“.
Und dann hatte ich nur noch das Gefühl wie nackt zu sein ohne Ring.
Aus Trotz habe ich mir einen Neuen bestellt, weil es sich so komisch ohne Ring anfühlte.
Wir mussten wieder auf Tour und wir waren wieder weg.
Ich hatte meinen Ring nicht, und ich habe andere Ringe anprobiert. Die haben sich alle scheiße angefühlt und ich habe alle wieder zurückgegeben.
Dann kam ich nach der Tour wieder zurück an den Rhein. Ich ging mit einem Freund zusammen zum Baden.
Wir an der gleichen Stelle und dann schmeißt er mir so ganz zynisch eine Taucherbrille hin und sagt, „komm, such ihn doch“. Wie so zu einem kleinen Hund.
Ich hatte es schon fast vergessen, ok hatte ich natürlich nicht…aber musste er noch Salz in die Wunde streuen?!?
Naja ich bin dann in den Rhein gegangen und hab einen Stein genommen, der mir ungefähr vom Wasserwiderstand ähnlich vorkam wie mein Ring und hab den so unter Wasser beobachtet.
Als ich ihn losließ, sah ich, dass der gar nicht mit dieser Strömung mitgerissen wird, sondern dass der ziemlich straight runtergeht. Einfach liegen bleibt, der eigentlich völlig überspült wird.
Ich hab einmal luftgeholt und bin runtergetaucht und sehe wirklich, wie bei Herr der Ringe genau das gleiche Bild, die Sonne und so.
Mein Ring war eingewachsen in Algen, der steckte auf einem Baum und da waren ganz lange Algen durch meinen Ring gewachsen. Er steckte da und ich hab ihn beim ersten Tauchgang nach drei Wochen direkt gefunden. Ist echt geil. Krass, oder. Abgefahren, das ist wirklich abgefahren.
Der Ring ist mir einfach superwichtig!

Chocolate Music:
„Draußen dreht es sich“ in deinem Song. Hier in München dreht sich zur Zeit alles um die Wiesn. Schon dagewesen?

Max:
Ich war nie da! Es ist etwas, was ich definitiv richtig ablehne.
Und ablehne deswegen…schon als ich Jugendlicher war, hatten wir bei uns in der Gegend im Schwarzwald diese typischen Bauwagenfeste, zu denen ich nie hingegangen bin.
Sobald Alkohol im Spiel ist und die Leute in Massen außer Kontrolle sind. Es nur noch ums saufen geht, das gibt mir nix. Das ist eher total beklemmend für mich. Ich kann damit gar nichts anfangen.
Deswegen ist Oktoberfest nichts für mich.

7. Sommerregen

Chocolate Music:
Sommerregen – wann standest du das letzte mal im Sommerregen?

Max:
Oh, das war super, vor ein paar Wochen gab es ein krasses Sommergewitter und ich war mit meiner Familie draußen im Garten. Wir haben bei meinen Eltern gegrillt und dann fing es an zu donnern und es wurde so richtig schwarz. Wir liefen schnell nach Hause weil es ja immer gefährlich ist im Gewitter und man soll das Gewitter wirklich nicht unterschätzen.
Zu meinem Kleinen hab ich gesagt „komm wir gehen raus und ziehen uns aus. Quasi bis auf die Unterwäsche und gehen aufs Trampolin. Wir waren den kompletten Regenschauer draußen!
Eine dreiviertel Stunde im strömenden Regen, mega Blitzen und es hat nur gedonnert um uns herum.
Wir waren draußen, eigentlich völlig fahrlässig jetzt im Nachhinein, aber es war der Hammer.
Das habe ich als Kind schon immer gemacht.
Sommerregen ist das Beste für mich was es gibt oder das muss ich noch sagen.
Am geilsten ist es:
Wir haben früher am Berg gelebt und wenn es richtig geschifft hat, da kamen so richtig Sturzbäche die Felder runter und über die Strassen.
Dann haben wir uns auf die warmen Strassen gelegt, gerade noch 33 Grad draußen. Dann legst du dich in der Badehose oder Unterhose auf die Strasse und das Wasser fließt in Sturzbächen über dich drüber und es ist alles lauwarm. Also ich liebe Sommerregen. Sommergewitter finde ich das Beste!

8. Singin my Song for You

Chocolate Music:
“Singin my Song for You” mit Klaus Doldinger. Wie kam der Kontakt zustande?

Max:
Ich spiele immer wieder mit Klaus Doldinger, was für mich auch eine große, wahnsinnige Ehre ist.
Klaus Doldinger ist ein weltweit anerkannter Jazz-Saxophonist, aber auch ein Filmmusikmacher.
Einer meiner Lieblingsfilme ist zum Beispiel „Die unendliche Geschichte“.
Gerade der erste Teil. Ich habe ihn zwar schon lange nicht mehr gesehen, habe es mir aber vorgenommen, ihn wieder anzugucken.
Das sind Soundtracks, die mein Leben begleitet haben.
Ich war im Kino zu „Die unendliche Geschichte“. Zuhause habe ich „Das Boot“ guckt, man schaut „Tatort“ und so weiter. Das ist ja alles, „Oceans 13“ zum Beispiel auch, Filmmusik von Klaus Doldinger.
Das heißt, er hat so emotionale Momente in meinem Leben mit Musik untermalt und auf einmal stehst du mit dem Typen auf der Bühne. Es ist so geil. Daher kommt der Kontakt.

9. Me and Mrs Jones

Chocolate Music:
„Me and Mrs Jones” – Diesen Song hast du bei deiner letzten oder vorletzten Tour schon einmal live gesungen. Nun hast Du ihn mit Cassandra Stehen aufgenommen.
Wie kam hier der Kontakt zustanden?

Max:
In Stuttgart hatten wir auf der Tour im LKA gespielt. Ich hatte total Lust „Me and Mrs Jones“ als Duett zu machen. Cassandra habe ich damals einfach angeschrieben: „Hey Cassandra, kannst du dir vorstellen mit mir heute Abend zu singen?“
Sie hat sofort zurückgeschrieben, „ja, ich komm vorbei zum Soundcheck“.
Wir haben das ganze gecheckt und abends kam sie dann zur Show. Da ich das nirgends angegeben habe, war es ein Mega-Highlight! Die Leute, die in Stuttgart dabei waren, sprechen noch heute davon!
Das ganze Konzert war schon so traumhaft schön und dann kam noch mal diese Steigerung.
Cassandra Steen wird ja von allen sehr geschätzt als Künstlerin und Sängerin.
Vor Kurzen haben wir beim ZDF – Kulturfestival gespielt, da wurden richtig aufwendige Konzertmitschnitte gemacht. Das Ganze wird bei 3Sat oder ZDF Kultur übertragen.
Da war Cassandra auch dabei.
Da sind Haudegen aus Berlin dabei, dies krassen Jungs aus Berlin, die singen mit mir „Du und Ich“ von Klee, was ja eine total kleine filigrane Nummer ist. Die Jungs sind aber so Schränke und mein Bruder Menzel ist dabei…

10. Du und Ich

Chocolate Music:
„…bis hier her gekommen…“
Wo steht Max Mutzke heute?

Max:
Natürlich genau da wo, ich mich sehr, sehr wohl fühle.
Ich denke zwar bei jedem Album, dass ich mich sehr wohl fühle, aber jetzt ist es wieder viel mehr die Musikrichtung, wie ich Musik früher verstanden hab.
Mit diesem Album berührt man wieder das Herz. Wenn die Oma sagt, „Du muss mal wieder ein schönes Lied machen“.
Leute wollen, dass mal wieder das Herz berührt wird.
Es gibt aber immer Momente im Leben, da will man nicht das Herz berühren, sondern man will einfach so auf die Fresse geben. Weißt du, man will Songs mit Vollgas den Leuten präsentieren, dass sie nicht mehr zum Atmen kommen.
Es gibt so Phasen, aber nach dem letzten Album „Home Work Soul“ war der Wunsch schon ziemlich sehr groß ein extrem reduziertes Life-Album zu machen.
Also Life im Sinne von live eingespielt und das habe ich dann jetzt damit umgesetzt und fühle mich da natürlich total wohl.
Was aber für mich zusätzlich eine große Rolle spielt, ist natürlich, dass wir zusätzlich zu den ganzen Medienpartnern, die wir sonst immer haben, auf einmal unglaublich viel Feuilleton haben.
ZDF Kultur, Deutschland Kultur, wir haben die Süddeutsche, quasi wirklich die großen Medienpartner interessieren sich jetzt wirklich dafür.
Gestern beim Showcase zum Beispiel haben sich alle abgehakt auf der Liste.
Die Gewinner vom Gewinnspiel waren ein paar Weniger, wahrscheinlich weil Oktoberfest ist oder was auch immer, aber von der Presse war alles da!
Bei einem Showcase ist es eigentlich andersherum, alle Fans kommen und von der Presse nur die Hälfte…
Aber da waren einfach alle, die ganze Presse war da und deswegen war das Konzert auch unglaublich beschissen am Anfang.
Die Leute standen einfach da haben geschaut und mitgeschrieben. Du hast gemerkt, dass die zum Beobachten hier sind. Aber sie waren total respektvoll, am Ende hatten wir sie alle und dann ging das Konzert total ab, da war es kein Unterschied mehr, ob Fan oder Presse.
Ich wusste die ganze Zeit nicht, warum das so ist, aber im Nachhinein habe ich von dem Missverhältnis erfahren.
Es war einfach überwiegend Presse da, aber nachher war es ein ganz normales Konzert, wo die Leute einfach abgegangen sind ohne Ende.
Ich habe gemerkt, wir können auch einen ganzen Pressemob einfach wirklich noch voll abholen.
Das war super.

11. Marie

Chocolate Music:
Auch „Marie“ hat es wieder auf die Platte geschafft…

Max:
Weil der Song ganz klar eine Nummer ist, die einfach zu schade wäre, sie nur einmal zu machen.
Und die Interpretation von Marie finde ich einfach tierisch. Ich habe von vielen Fans, die Marie lieben gehört, wirklich von vielen Leuten gehört, die finden die Version einfach geiler, sie finden die Version einfach noch geiler als das was sie kennen und das finde ich auch.


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