Train: Bulletproof Picasso

Veröffentlicht am 12 Sep ,2014 | von Offizielle Pressemitteilung

Train: Bulletproof Picasso

Release: 12. September 2014
Label: Sony Music

Das Talent, Songs zu schreiben, die das Genre Radiopop neu definieren und die musikalischen Bedürfnisse des Publikums perfekt bedienen, hat Pat Monahan zu einem der gefragtesten Stückeschreiber unserer Zeit gemacht. Nach zwanzig Jahren Train steht eine nahezu beispiellose Hitserie zu Buche, die u.a. legendäre Titel wie „Meet Virginia“, „Drops Of Jupiter (Tell Me)“, „Calling All Angels“, „Hey Soul Sister“, „Marry Me“ und „Drive By“ umfasst. Gleichzeitig gelingt es der Band, wie auch im Falle des neuen, siebten Albums „Bulletproof Picasso“, stets wahrhaftig und aufrichtig zu klingen – schließlich sind die Songs ein authentisches Abbild von Monahans Persönlichkeit. „Ich muss einfach glauben, was ich singe“, erklärt er. „Vielleicht war es deshalb wieder so schwer, das neue Album zu machen. Ich kann mich da nicht einfach irgendwie durchmogeln.“

Der Titelsong „Bulletproof Picasso“ ist für ihn eine Art „Born To Run“Song. „Bevor man wieder da rausgeht, sollte man besser erst herausfinden, wer man ist“, erklärt er. Der Song ist das unterbewusste, musikalische Selfie eines Musikers, der über die Jahre hinweg selbst die eine oder andere Breitseite abbekommen hat. „Doch niemandem ist es bisher gelungen, mich tatsächlich abzuschießen“, lacht er. Auf dem Album finden sich außerdem u.a. das Otis Redding-beeinflusste „Just A Memory“, „Cadillac Cadillac“, „I’d Give It All“ und die erste Single „Angel In Blue Jeans“. Neben Pat ist Gitarrist Jimmy Stafford das einzige verbliebene Gründungsmitglied der Band (Schlagzeuger Scott Underwood verließ die Band im vergangenen Frühjahr in beiderseitigem Einvernehmen). „Wir sind uns in unserer Vision sehr einig“, sagt Pat. „Jimmy und ich sind Gleichgesinnte: wir haben eine ähnliche Lebensanschauung und wir sind sehr enge Freunde geworden.“

In den vergangenen Jahren glückte der Band der schwierige Spagat, sich nachhaltig den Status einer zeitgemäßen „hitmaking Rockband“ zu erarbeiten, dabei aber kühlen Kopf zu bewahren. „Der Gedanke, dass unsere Songs einen höheren Bekanntheitsgrad haben als die Band, hat mich tatsächlich ein wenig betrübt“, erinnert sich Pat. „Aber dann hab ich noch einmal darüber nachgedacht. Manche Künstler veröffentlichen Songs, die sofort auf Platz eins der iTunes Charts schießen, weil sie einen bekannten Namen haben. Wir fangen immer ganz unten an und arbeiten uns den Weg an die Spitze. Der Gedanke hat mich recht glücklich gemacht, denn es bedeutet, dass unser Erfolg alleine der Kraft der Songs geschuldet ist. Jedes Lied muss sich erst seinen Platz erarbeiten, wenn es rauskommt, und dieser Prozess hat etwas sehr Ehrenhaftes an sich.“

Der Ausgangspunkt der steilen Lernkurve war 1994 San Francisco im Jahre 1994. Die ursprünglich fünfköpfige Band erspielte sich konsequent und beharrlich eine treue Gefolgschaft, 1998 erschien das selbst betitelte Debütalbum beim Sony Music-Label Columbia Records. Die rotierenden Wortspielereien in „Meet Virginia“ bescherten ihnen den ersten, obgleich unorthodoxen Radiohit. Das zweite Album „Drops Of Jupiter“ brachte ihnen 2001 Multiplatin-Status, u.a. dank des zweifach Grammy-preisgekrönten Titelsongs, der sich zehn Monate in den Top 40 der US Charts hielt. In ihrer typischen you-gotta’-nail-it-down-Motherfucker-Art siegte der großartige Song in der Kategorie „Bester Rock Song“ und verwies dabei Coldplay und zwei U2-Songs bei den Grammy Awards 2002 auf die Plätze.

2011 erhielt die Band einen weiteren Grammy: ihr weltweiter Nummer-Eins-Hit „Hey Soul Sister“, in den USA die meist-gedownloadete Single des Jahre 2010, triumphierte in der Kategorie „Best Pop Performance by a Duo or Group with Vocal“. Das Album „Save Me, San Francisco“ erreichte abermals Multiplatin-Status. Ihr bis dato letztes Album „California 37“ brachte den Hit „Drive By“ hervor, der in dreizehn Ländern die Top Ten der Single Charts erreichte. Insgesamt verkauften Train weltweit mehr als zehn Millionen Alben und dreißig Millionen Tracks und wurden mit zahllosen Gold- und Platin-Awards ausgezeichnet. Neben den (bislang) drei Grammy Awards erhielten sie u.a. auch zwei Billboard Music Awards.

Doch dieser Weg ging nicht ganz ohne schmerzhafte Begleiterscheinungen von statten, wie z.B. der Abschied von einigen Ursprungsmitgliedern. Die Gruppe musste auch eine Zeit überstehen, die Pat heute als ihre Jackass-Phase bezeichnet. Gemeint ist die Zeitspanne zwischen 2006 und 2007, als sie eine mehrjährige Bandpause einlegten, aus der sie sich 2009 mit ihrem wegweisenden Album (oder wie es Monahan nennt: ihre „Bitte um Vergebung“) „Save Me, San Francisco“ zurückmeldeten. „Man kann das, was wir tun, nicht über einen so langen Zeitraum machen, ohne dass es Veränderungen gibt“, erklärt er. Das aktuelle Line-Up umfasst 2014 Pat Monahan, Jimmy Stafford (Gitarre), Jerry Becker (Keyboards, Gitarre), Hector Maldonado (Bass), Drew Shoals (Drums), Sakai Smith und Nikita Houston (Backgroundgesang).

Pat verpflichtete für das neue Album auch die bewährten Studiopartner Butch Walker (Produzent) und Jake Sinclair (Engineer). Deren Aufgabe war es allerdings nicht, eine Art standardisierte „Comfort Zone“ zu erzeugen. „Butch und Jake waren sehr hilfreich dabei, den Sound dieser Platte zu kreieren“, sagt er. „Das war diesmal nicht so einfach wie bei den anderen Alben. Ich habe die Songs öfters nachträglich noch einmal umgeschrieben als jemals zuvor. Ich wollte, dass das Album einen ‚Soul’-Aspekt hat. Jemand wie Johnny Cash hat für mich eine bestimmte Art ‚Soul‘. Stevie Wonder hat den ‚Soul’, den ich meine. Butch und Jake mussten noch tiefer graben als bei anderen Platten. Sie nahmen sich die Songs vor und halfen dabei, die wichtigen, klangliche Veränderungen vorzunehmen, die notwendig waren.“

Viele weitere Einflüsse finden sich überall auf dem Album, wie z.B. Spurenelemente von The Police in dem Song „Cadillac Cadillac“. Oder die Reminiszenz an Frank Ocean bei „I’d Give it All“. „Ich denke, ich bin jetzt in der Lage, diesen Teil von mir zum Ausdruck zu bringen“, sagt Pat. „Er war schon immer da. Auch meine Manager haben ihren Anteil daran, weil sie wussten, wie sie die beste Leistung aus mir heraus kitzeln. Sie sagten zu mir: ‚Deine Songs werden seit fast zwei Jahrzehnten im Radio gespielt. Du hast eigentlich schon gewonnen. Aber wenn du tolle Songs schreibst, die sich die Menschen als eine Art ‚Collection‘ anhören können – stell dir vor, was das für dich bedeuten könnte‘. Das hat für mich alles verändert. Songs nicht fürs Radio zu schreiben, sondern um ein Teil des Lebens der Menschen zu sein.“

Auch die allgemeinen Rahmenbedingungen der Band sind weniger ausdefiniert als früher. „Auch als wir noch drei Gründungsmitglieder waren, fühlte es sich falsch an, den Beitrag, den andere Menschen für die Band leisten, nicht gebührend wert zu schätzen“, sagt Pat, der darauf hinweist, dass der Bandname ursprünglich nur ein Arbeitstitel war. „Der Enthusiasmus dieser Band und unserer Sänger erinnern mich daran, den Moment zu genießen, und mich nicht zu lange mit den stressigen Business-Sachen aufzuhalten.“

In all den Jahren war die eine, verlässliche Konstante Monahans großartiges Songwritingtalent. Fans und Kritiker preisen seine Fähigkeit, „emotional komplexe“ Themen in Vier-Minuten-Popsongs zu packen. „Ich sehe mich ganz klar in der Tradition von Songwritern, die durch ihre Songs eine emotionale Verbindung zu den Hörern aufbauen wollen“, erklärt der aus Erie, Pennsylvania, stammende Musiker. „Aber ich habe keine Ahnung, wo die Song eigentlich herkommen. Als ich noch Häusermakler war, konnte ich immer einen Schritt zurücktreten, wenn ich fertig war, und sagen: ‚Das sieht großartig aus. Lasst uns zum nächsten Haus gehen’. Bei Songs blickt man oft zurück und erinnert sich nicht einmal daran, wie man sie geschrieben hat. Manchmal strömen sie einfach durch dich hindurch. Und je mehr du das ‘Du’ abschalten kannst, desto mehr wirst du ein Teil von ‚es’. Man blickt zurück und sagt: ‚ich habe keine Ahnung, was das ist‘, und dann stellt sich heraus, es ist ‚Drops Of Jupiter‘. Es ist ein seltsamer Prozess. Man kann nie genau wissen, warum manche Dinge eine Verbindung miteinander eingehen, aber es sind nie jene Elemente, von denen man es erwartet.“

Und er genießt es auch immer noch, mit seinem langjährigen Bandkollegen Jimmy Stafford zu arbeiten. „Für mich ging es eigentlich nie ums Geld“, beschreibt er seine legendäre Arbeitsethik, „ich will den ‚Ring‘. Eine Möglichkeit, mich selbst zu übertreffen. Jimmy und ich sind sehr begeistert vom neuen Album; begeistert von der Richtung, die wir eingeschlagen haben. Wir haben noch viele kreative Felder, auf denen wir uns ausleben können. Doch von nichts kommt nichts. Das Feuer, das mich antreibt, meine beste Leistung abzuliefern, ist unauslöschlich.“

 


Fazit Chocolate Music (© Stephie Rupprecht):
Nach zwei Jahren veröffentlicht die US-amerikanische Band Train mit „Bulletproof Picasso“ wieder ein Studioalbum.
Auf jedem ihrer bisherigen Alben, befand sich immer mindestens ein Chartstürmer. Die Jungs sind gut und wissen was sie tun.
„Hey, Soul Sister“ aus dem Jahre 2010 ist sicherlich den meisten ein Ohrwurm. Aber auch schon 2001 liefert Train mit „Drops of Jupiter (Tell Me)“ eine erfolgreiche Singleauskopplung.
Mit „Drive By“ aus dem letzten Album schafften sie 2012 die höchste Chartplatzierung. Der Hit hielt sich 24 Wochen in den Charts.

Und weil es so schön war, machen Train genau da weiter. Als Vorbote von „Bulletproof Picasso“ schicken sie „Angel in Blue Jeans“ ins Rennen. Ein Lied das zur Zeit im Radio hoch und runter gespielt wird und in den deutschen Charts stetig nach oben klettert.

Das Album ist vielleicht nicht herausragend, aber mir gefällt es trotzdem ziemlich gu. Train bleiben ihrem Konzept treu.
Mit „Angel in Blue Jeans“ haben sie wieder diesen einen Ohrwurm geschaffen. Bleibt abzuwarten, wie hoch der Song in den Charts noch klettert und ob noch ein weiterer Hit den Weg in die Radiostationen und schließlich die Charts findet – vielleicht die Namensgebende Single „Bulletproof Picasso“, „Baby, Happy Birthday“ oder „Wonder what you’re doing fort he rest of your Life“, der gemeinsam mit Marsha Ambrosius entstanden ist.


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