LaBrassBanda: Kiah Royal

Veröffentlicht am 26 Sep ,2014 | von Offizielle Pressemitteilung

LaBrassBanda: Kiah Royal

Release: 26. September 2014
Label: Sony Music

Live immer noch einen draufzusetzen, ist für LaBrassBanda noch nie ein Problem gewesen. Die notorisch vollgasfreudigen Blasmusik-Tanzpop-Wahnsinnsknaben aus dem Chiemgau haben in den letzten Jahren so viele Clubs, Hallen, Bierzelte und Festivals, ja sogar einen ESC-Vorentscheid schwindlig gespielt, dass sie dafür längst ein bisschen weltberühmt sind: Kaum eine lebende Liveband hat einen dermaßen kurzen Draht zu ihrem Publikum – wo bei anderen Bands der gern zitierte „Funke überspringt“, findet zwischen LaBrassBanda und ihren Fans ein ungedimmter Energiefluss statt; quasi Standleitung.

Was aber tut diese Band, wenn sie mal einen Gang oder vier zurückschalten will? Die Idee und die Lust darauf, sich mal von einer ganz anderen, ruhigen Seite zu präsentieren und ein stromloses, akustisches, unverstärktes – woanders nennen sie es „unplugged“ – Konzert aufzunehmen, trug die mittlerweile zum Oktett gewachsene Band um Meisterhirn Stefan Dettl schon länger mit sich herum. Ein Konzert im Kuhstall – das klingt aufs erste wie ein Gag und originell. Aber die tiefere Sinnhaftigkeit dieser Idee wird schnell jedem klar, der sich einmal längere Zeit in einem Kuhstall aufgehalten hat: Nichts holt dich so natürlich und vollorganisch von deinem Stresslevel herunter wie eine Kuh oder gar ein ganzer Stall voll.

„Uns war klar: Wir müssen so schön und leise und gut Musik machen, dass es den Kühen gefällt.“ Wild pulsierende Stücke wurden konsequent umarrangiert, der Band jegliche Elektrik entzogen – Kontra- statt E-Bass, Ukulele, Akustik- statt E-Gitarre. „Wir haben vier Wochen geprobt und sind immer leiser geworden, von Tag zu Tag. Und am Ende waren wir so leise, dass die Gesangsstimme quasi das lauteste Instrument war und wir komplett unverstärkt spielen konnten.“ Und dieses Erlebnis macht der Mitschnitt, der am 26.09. unter dem Titel „Kiah Royal“ (Dialekthilfe: „Kiah“, oberbairisch Mehrzahl von „Kuah“, sprich: Kühe) auf DVD, CD und Vinyl erscheint, dankenswerterweise auch für Außenstehende und Nicht-Kühe erfahrbar. Eines ist mal sicher: So besonders, so naturnah und bei sich, so konzentriert in sich ruhend und auf die Essenz ihrer Musikalität zurückgeführt, hat man LaBrassBanda noch nie gehört.

Für das neue Album verlagerte man nicht nur das Aufnahme-Equipment in das Domizil von 85 brav mampfenden Wiederkäuern im Höllthal, sondern lud auch weitere musikalische Gäste für diese besondere Session ein. Neben Rocko Schamoni und Stofferl Well (Biermösl Blosn) kam auch Trio-Altmeister Stephan Remmler, der in dieser unvergleichlichen Szenerie zusammen mit LaBrassBanda seinen Song „Keine Sterne in Athen“ aufnahm. Ein Hit der Neuen Deutschen Welle von 1986, der in dieser warmen Umgebung des Kuhstalls, gepaart mit dem akustischen Bläser-Sound der Chiemgauer, ein ganz neues Gewand verliehen bekommen hat.

Die Single „Keine Sterne in Athen“ featuring Stephan Remmler ist ab dem 12. September digital erhältlich.
Das LaBrassBanda Album „Kiah Royal“ erscheint am 26. September.

 

Fazit Chocolate Music (© Stephie Rupprecht):
Es gibt wieder eine neue Scheibe von La Brass Banda. Wieder eine Liveaufnahme. Aber nicht wie 2012 aufgenommen mit mehr als 10.000 Menschen in der Münchner Olympiahalle, nein dieses Mal waren nur ein paar Vierbeiner im Kuhstall anwesend. Eine Akustikplatte ist entstanden, auf der La Brass Banda einmal mehr beweisen, was in ihnen steckt und was man heutzutage alles mit Blassinstrumenten machen kann.

Modern, fetzig und doch irgendwie traditionell – so kann man „Kiah Royal“ vielleicht am besten zusammenfassen. 16 Songs aus dem letzten Jahren, neu eingespielt auf eine unbeschreiblich tolle Art und Weise. Ein echtes Schmankerl nicht nur für bayerische Musikliebhaber!


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